Eintracht unterliegt Frankfurt mit 1:2
Frankfurt/Main Im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause hat Eintracht Braunschweig eine Niederlage kassiert. Das Team unterlag Eintracht Frankfurt mit 1:2.
Spielerisch über weite Strecken stark, kämpferisch tadellos – und trotzdem reichte es für die Braunschweig nicht zu einem Punkt beim Aufstiegsaspiranten. Zwei dumme Fehler in der Abwehr und Alex Meier hatten den Sieg sichergestellt.
Braunschweigs sportlicher Leiter Marc Arnold hatte in der Winterpause immer wieder betont, dass der Aufsteiger beim Namensvetter in Frankfurt beweisen könne, dass er im Laufe der Saison dazugelernt hat. Und obwohl die Niedersachsen nach der 1:2 (1:2)-Niederlage die Heimreise mit leeren Händen antraten, bleibt festzuhalten: Ja, der Aufsteiger hat dazugelernt.
Denn anders als im Hinspiel, als die Blau-Gelben gegen den Erstliga-Absteiger nicht den Hauch einer Chance hatten (0:3), brachten die Braunschweiger die hessische Millionen-Truppe gestern vor rund 36.000 Zuschauern ein ums andere Mal in Bedrängnis. Und zwar so sehr, dass Trainer Torsten Lieberknecht anschließend extrem verärgert war. Nicht etwa, weil die Leistung seiner Mannschaft so schlecht gewesen wäre, sondern vielmehr, „weil ich glaube, dass wir hier etwas hätten mitnehmen können“.
Einen Strich durch die Punkte-Rechnung machte dem Liga-Neuling Alexander Meier. Der Frankfurter Stürmer erzielte wie schon im Hinspiel zwei Tore – und entwickelt sich damit immer mehr zum Braunschweiger Schreckgespenst. „Er hat sich hier als echter Erstliga-Spieler präsentiert“, fand Lieberknecht lobende Worte für den Angreifer, der laut Deniz Dogan „gefühlt 2,50 Meter groß“ war. Das stimmt zwar nicht ganz, doch auch mit seinen 1,95 Meter sei Meier „schwierig zu verteidigen gewesen“, räumte Trainer Lieberknecht ein.
Was allerdings kein Freispruch für Deniz Dogan und Mathias Fetsch war, die jeweils vor den beiden Gegentoren im Kopfball-Duell mit Maier das Nachsehen hatten. Allerdings würde es der Sache nicht gerecht, wenn man die Schuld für die beiden Meier-Treffer nur bei Dogan und Fetsch suchen würde. „Wir haben das Spiel der Frankfurter über die Außen nicht verhindern können“, monierte Lieberknecht. Eben jene Außen, die Meier mit Flanken fütterten.
Dabei hatten die Braunschweiger im Frankfurter Gefrierschrank einen Auftakt nach Maß erwischt. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Dennis Kruppke die Blau-Gelben in Führung brachte und für ausgelassenen Jubel bei den etwa 3000 mitgereisten Anhängern sorgte.
Dem Tor vorausgegangen war ein Konter, der Eintrag in jedem Fußball-Lehrbuch finden könnte. Nach Jan Washausens Ball-Eroberung im eigenen Strafraum schalteten die Gäste blitzschnell um. Über die Stationen Fetsch und Kumbela, der den Ex-Braunschweiger Martin Amedick schwindelig spielte, landete das Spielgerät auf dem Kopf von Kapitän Kruppke.
Überhaupt spielten die Niedersachsen in der ersten Hälfte mutig nach vorne. Doch anders als Meier ließen Julius Reinhardt (30.), Mathias Fetsch (36.) und Deniz Dogan (37.) gute Chancen ungenutzt.
