Eintracht und Paderborn trennen sich torlos
Braunschweig Einen Punkt gegen den aktuell Fünftplatzierten der 2. Liga - mehr gab es nicht für Eintracht Braunschweig beim Heimspiel gegen den SC Paderborn.
Im Zerstören äußerst zuverlässig, im Spielaufbau oft zu fehlerhaft und berechenbar, im Abschluss zu ungenau, dazu enorme Laufbereitschaft und nie erlahmende Leidenschaft – das ist die Mischung, mit der Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig seit Wochen fleißig Punkt auf Punkt sammelt, aber nie den Expresszug nach vorn findet.
Am Freitagabend kam das nächste Unentschieden dazu. Gegen den Aufstiegsanwärter SC Paderborn hieß es vor 20.300 Zuschauern 0:0. Der Aufsteiger ist damit seit acht Begegnungen ungeschlagen, spielte in den letzten acht Partien sieben Mal unentschieden.
Lieberknecht setzte gegen den spielerisch starken Aufstiegsanwärter auf zwei Spitzen. Neben dem Stürmer mit Stammplatz-Garantie, Domi Kumbela, erhielt Pierre Merkel eine Chance. Der große, wuchtige Spieler setzte Paderborns Innenverteidigung zuweilen gehörig unter Druck. Schon nach 38 Minuten hätte Merkel sein zweites Saisontor machen können, doch sein Kopfball nach toller Vorarbeit von Außenverteidiger Ken Reichel klatschte an Paderborns Querlatte.
Und auch nach der Pause war Merkel für die Eintracht am nächsten dran, für die Gastgeber ein Tor zu erzielen. Mit einem präzisen Pass von Dennis Kruppke in tolle Schussposition gebracht, zirkelte Merkel den Ball aufs Tor, doch Paderborns Torhüter Lukas Kruse bekam noch eine Fußspitze an den Ball – Ecke, mehr nicht.
Die Gäste hatten aber auch in der besseren ersten Halbzeit die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Gleich dreimal musste Eintracht-Torhüter Daniel Davari all sein Können aufbieten, damit es mit einem 0:0 in die Kabine ging. Zweimal entschärfte er Kopfbälle von Daniel Brückner (17./43.), in der 22. Minute reagierte er blitzschnell gegen den allein vor ihm auftauchenden Nick Proschwitz, der weit vorn in der Torjägerliste steht.
Oliver Petersch als rechter Außenverteidiger und Ken Reichel auf der linken Seite schalteten sich vor der Pause spurtstark und kilometerfest immer wieder in den Angriff mit ein. Doch die Devise beider Teams, nicht mehr Risiko als nötig einzugehen, zog sich durch die ganzen 90 Minuten.
Nach der Pause waren nach Merkels Schuss Chancen Mangelware. Viel Laufen und Kämpfen stand auf der Tagesordnung, aber keine Geniestreiche, die das leistungsgerechte Unentschieden noch in Gefahr gebracht hätten. Auch die Hereinnahme von Mirko Boland und Nico Zimmermann brachte keine nennenswerten Impulse für das Offensivspiel. Die Defensive dagegen stand.

