Eintracht und MSV trennen sich torlos
Braunschweig Das vierte torlose Heimspiel in Serie: Auch von einem harmlos auftretenden MSV Duisburg hat sich Eintracht Braunschweig nur mit einem 0:0 getrennt.
Zu ungenau, zu überhastet oder einfach glücklos – Eintracht Braunschweigs Abschlussschwäche setzte sich am Freitagabend fort. In einer zuweilen spannungsfreien und zähen Zweitliga-Partie kamen die feldüberlegenen Löwen gegen schwache und allein auf die Abwehr fixierten Duisburger nicht über ein 0:0 hinaus. Das Warten auf den zweiten Sieg in der Rückrunde geht weiter.
„Wir können zufrieden sein mit der Art, wie wir spielen. Geht raus und spielt mit- und füreinander Fußball, das habe ich in der Kabine gesagt. Meine Jungs haben das eindrucksvoll gezeigt“, bilanzierte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht in unserer Entwicklung. Der Auftritt macht mir Mut.“
Sein Duisburger Kollege Oliver Reck war einfach nur froh über den Punkt. „Wir haben nicht gut gespielt, sind aber mit einem Zähler belohnt worden. Wir hatten schon Spiele, da haben wir klasse gespielt, aber verloren.“
Die Blaugelben steckten vor 19.825 Zuschauern nie auf, rannten und kämpften, spielten aus sicherer, aber kaum geforderter Abwehr konsequent auf Sieg, aber es reichte erneut nicht, um eine in der Tabelle hinter ihnen platzierte Mannschaft zu bezwingen.
Die Korte-Zwillinge auf den Außenpositionen im Mittelfeld, Marcel Correia als rechter Verteidiger und Marjan Petkovic im Tor – Lieberknecht testete auf vier Positionen.
20 Minuten brauchte seine Mannschaft, ehe sie das Heft des Handelns übernahm, sich Chancen erspielte. Die Duisburger, die zum Spiel nichts beisteuerten außer dass sie auf dem Feld standen, hätten sich nicht beschweren dürfen, hätte Eintrachts Sturmspitze, Dennis Kruppke, eine der schön hereingeschlagenen Flanken von Raffael Korte oder Ken Reichel verwerten können. Aber der Kapitän rutschte entweder vorbei oder der Pass zischte hinter ihm ins Niemandsland.
Bei eigenem Ballbesitz eröffnete immer Marc Pfitzner, im 4-1-4-1 als Sechser für den gelbgesperrten Norman Theuerkauf eingesetzt, das Spiel. Das Ziel: Den Ball verteilen, statt ihn hoch nach vorn zu schlagen. Die beiden Außenverteidiger Reichel (links) und Correia (rechts) rückten weit nach vorn, da sich Duisburg schnell in Richtung Zentrum verbarrikadierte. Kruppke (32.) und Reichel (34,) mit einem Volleyschuss waren am nächsten dran, die Feldüberlegenheit in das Führungstor umzumünzen.
Nach der Pause das gleiche Bild. Eintracht im Vorwärtsgang, die Duisburger nur darauf bedacht, einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zu holen. Doch was die Platzherren auch versuchten, ein Tor fiel nicht. Am nächsten dran war Correia, der nach einem feinen Solo den Ball um einen Meter neben das Gehäuse der Duisburger setzte.
