Eintracht-Trainer Lieberknecht zufrieden mit Leistungsdichte
Braunschweig Das Trainingslager von Eintracht Braunschweig endet am Dienstag. Trainer Torsten Lieberknecht und der sportliche Leiter Marc Arnold ziehen ihr Fazit.
Wenn Sie abreisen, hat die Mannschaft zehn Tage Trainingslager hinter sich. Wie fällt die Bilanz aus?
Lieberknecht: Ich bin sehr zufrieden, auch wenn der letzte Test ausgefallen ist. Die Inhalte, die wir uns vorgenommen hatten, haben wir durchgezogen. Die Mannschaft ist von Tag zu Tag zusammengewachsen, die Automatismen haben sich stark verbessert. Die Leistungsdichte ist höher geworden. Die Jungs, die vor einem Jahr aus unteren Ligen zu uns gekommen sind, haben große Schritte nach vorne gemacht. Die Spanne zwischen etablierten und jungen Spielern ist enger geworden, die Neuzugänge erhöhen die Konkurrenz.
Eintracht hat in den vergangenen Jahren viele weitgehend unbekannte Spieler geholt. Wie findet man die?
Arnold: Wir sind seit drei Jahren in den Ligen unterwegs. Wir suchen mit unserer Scouting-Abteilung, die alle Vorarbeiten leistet, ganz gezielt. Aber wir haben nicht nur unbekannte Spieler verpflichtet, sondern auch Ermin Bicakcic oder Kevin Kratz. Da gab es Konkurrenz, die bereit war, deutlich mehr zu zahlen. Nach wie vor gilt, die Spieler müssen in unseren finanziellen Rahmen passen. Mich freut, dass wir Kevin überzeugen konnten, nach Braunschweig zu kommen. Er passt mit seiner Art hervorragend zu uns.
Lieberknecht: Wir müssen den Spieler überzeugen, aber er muss auch von unserer Sache überzeugt herkommen. Wir bestärken die Spieler, werden aber nicht von unserer Linie abgehen. Tatsache ist, dass wir dafür großen Zuspruch bekommen.
Was bleibt in den knapp drei Wochen bis zum Saisonstart zu tun?
Lieberknecht: Es stehen schwere Entscheidungen an, weil die Spieler es uns sehr schwer machen. Die Konkurrenz ist offen. Taktische Flexibilität ist für mich das Thema schlechthin. Wir wollen extrem flexibel bleiben. Da ist es klar, dass jeder wissen muss, dass er gefordert sein wird. Wichtig ist, jetzt Frische und Schnelligkeit zu bekommen nach dem sehr intensiven Trainingslager.
Eintrachts Auftaktprogramm in der Liga hat es in sich…
Arnold: Es ist hochinteressant. Mit dem Kracher Köln sind wir gleich in der Liga drin. Da muss die Mannschaft hochkonzentriert reingehen, muss spielerisch alles abrufen, um die Chance zu haben zu gewinnen. Dann müssen wir zu Union. Das Team hat das gleiche Niveau und zählt für mich zu den Favoriten. Paderborn ist schwierig einzuschätzen, dort findet ein Umbruch statt.
Lieberknecht: Mich interessiert nur das erste Spiel, der 1. FC Köln. Trainer Holger Stanislawski hat uns kürzlich in den Favoritenkreis gehoben, da musste ich schon schmunzeln. Ich halte das für psychologisches Geplänkel. Aber klar ist, wir haben unsere Qualitäten.
Wie ist Eintracht für die zweite Saison in der 2. Liga aufgestellt?
Lieberknecht: Gut. Wir sind absolut in der Lage, das Ziel zu erreichen, uns in der Liga zu etablieren. Die Mannschaft wird an jedem Wochenende alles aus sich herausholen. Ich sehe uns absolut konkurrenzfähig. Vielleicht heben wir die Konkurrenz sogar noch an. Wir schauen uns weiter um.
Wie wahrscheinlich ist denn eine weitere Verpflichtung?
Arnold: Es ist relativ schwierig, das in Wahrscheinlichkeiten auszudrücken. Aber es ist durchaus möglich, dass wir noch etwas machen. Noch vor dem Saisonbeginn.
Am Freitag kommt der FC Valencia ins Eintracht-Stadion. Was bedeutet das für Braunschweig?
Arnold: Ein absolutes Highlight. Wir haben in den vergangenen Jahren schon versucht, Topgegner wie Schalke, Dortmund und Bremen zu präsentieren. Valencia ist eine Weltklassemannschaft, ist die Nummer drei in Spanien und spielt in der Champions League Für Braunschweig ist das eine tolle Sache.
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