Eintracht testet Nordkoreaner Pak
Braunschweig Nationalspieler steht derzeit beim Schweizer Champions-League-Teilnehmer FC Basel unter Vertrag.
Seit Mittwochabend weilt Kwang-Ryong Pak in der Löwenstadt. Der 19-Jährige, der seit dem vergangenen Sommer beim Schweizer Spitzenklub FC Basel unter Vertrag steht, absolviert bis einschließlich Samstag ein Probetraining bei den Blau-Gelben. Außerdem soll der groß gewachsene Stürmer morgen Abend beim Freundschaftsspiel gegen den FC Valencia die Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren.
„Wir sind schon etwas länger an ihm dran“, verrät Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold. „Durch einen Tipp“ sei der Klub vor Monaten auf den Angreifer aufmerksam geworden. Man habe den Spieler daraufhin mehrmals beobachtet und viele Informationen über ihn eingeholt. Da der Nordkoreaner noch bis 2016 in Basel unter Vertrag steht, läuft – vorausgesetzt Pak überzeugt die Eintracht-Verantwortlichen – alles auf ein Ausleihgeschäft hinaus.
Dagegen habe sich der schweizer Meister zunächst gesträubt, man wollte Pak nicht ziehen lassen, berichtet Arnold. Offenbar hat der Verein seine Meinung nun aber geändert: Man sei „daran interessiert, dem jungen Stürmer zu vermehrter Spielpraxis zu verhelfen“, hieß es am Mittwoch auf der Klub-Homepage.
Pak kam in der vergangenen Saison für den FC Basel 13 Mal in der Schweizer Super League zum Einsatz (1 Tor). Außerdem wurde er drei Mal in der Champions League eingewechselt. Dass man in Basel von den Qualitäten des in Pjöngjang geborenen 19-Jährigen überzeugt ist, beweist die Tatsache, dass der Klub den Angreifer vergangenen Sommer gleich mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausstattete. „Das spricht eigentlich Bände“, sagt Marc Arnold.
Bei seinem knapp dreitägigen Aufenthalt in Braunschweig soll Pak laut Arnold das Umfeld bei Eintracht kennenlernen und ein Gefühl für Verein und Stadt bekommen. „Außerdem wollen wir mal gucken, wie die Verständigung klappt.“ Koreanisch müssen die Eintracht-Verantwortlichen allerdings nicht lernen – Pak spricht Englisch.

