Eintracht schreibt Erfolgsgeschichten
Braunschweig In der harmonischen Jahresversammlung präsentierte Präsident Sebastian Ebel den Verein in ruhigem Fahrwasser
Eintracht Braunschweig schreibt sportlich und wirtschaftlich seit wenigen Jahren wieder Erfolgsgeschichten.
Sebastian Ebel, seit Dezember 2007 Präsident des Vereins und seit der Ausgliederung im April 2008 Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht GmbH & CoKG, sah die Zahl von nur 111 ordentlichen Mitgliedern am Montagabend bei der Jahresversammlung im Vip-Zelt an der Hamburger Straße als „gutes Zeichen“.
Die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr auf 3500 gestiegen. In turbulenten Versammlungen wenige Jahre zuvor waren mehrere hundert Einträchtler der Einladung gefolgt.
Die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Klubführung war auch an dem freundlichen Applaus zu erkennen, der den Präsidiumsmitgliedern entgegen schlug.
Entschuldigt waren am Montag die Profi-Fußballer, die am Mittwochabend das Punktspiel gegen den FC St. Pauli bestreiten müssen. Chefcoach Torsten Lieberknecht, der mit seinem Trainerteam die Versammlung verfolgte, hatte zu Beginn einige Worte an die Einträchtler gerichtet. „Für mich ist bei allem sportlichen Erfolg, den wir haben, ganz wichtig, dass wir den Einträchtlern und den Eintracht-Fans den Stolz zurück gegeben haben“, sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten.
Das Vereinspräsidium präsentierte im Laufe des Abends positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/12 und Fakten. Zum 30. Juni 2012 hatte der eingetragene Verein mit seinen zwölf Amateurabteilungen „ein leicht positives Ergebnis“ erwirtschaftet, wie Rainer Cech, Vizepräsident Finanzen berichtetet. „Neben den Mitgliedsbeiträgen sind Spenden und Sponsoring eine wichtige Säule in der Finanzierung des Vereins“, bekräftigte Cech. Aufwendungen in Höhe von 505 391,15 Euro standen laut Gewinn- und Verlustrechnung Einnahmen in Höhe von 539 590,44 Euro gegenüber. Cech lobte in diesem Zusammenhang die Ausgabendisziplin der Abteilungsverantwortlichen.
Der Bau des Hockeyhauses an der Guntherstraße und die Errichtung des Kubus auf dem von der Stadt erworbenen Grundstück an der Hamburger Straße als neues Verwaltungsgebäude tragen deutlich zur Verbesserung der Infrastruktur und der Stärkung des Vereinsvermögens bei. Ebel zählte weitere Projekte auf, die im Verein gestemmt wurden.
Ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielte im Geschäftsjahr auch die Kapitalgesellschaft, die zu 100 Prozent im Eigentum des Vereins und der Eintracht Braunschweig Management GmbH ist. „Nachdem die Gesellschaft bereits im Vorjahr erstmals ein positives Ergebnis von 235 000 Euro erzielen konnte, schließt das Jahr 2011/12 mit einem Jahresüberschuss von 1,736 Millionen Euro ab“, nannte Cech die Zahlen. „Das liegt an den super Zuschauerzahlen der vergangenen Saison, am nochmals gesteigerten Merchandising und an den vernünftig ausgehandelten Verträgen“,sagte der Vizepräsident Finanzen am Rande.
359 707 Zuschauer waren in der Saison nach dem Zweitliga-Aufstieg zu den 17 Heimspielen ins Eintracht-Stadion geströmt. Nur Frankfurt, Düsseldorf, Dresden, 1860 München und FC St. Pauli – alle mit neuen oder schon umgebauten Stadien – hatten mehr Besucher. Hinzu kamen die Einnahmen aus dem DFB-Pokalspiel gegen Bayern München.


