Eintracht-Profi Correia zurück in Deutschland
Belek Verletzter Abwehrspieler reist vorzeitig aus dem Trainingslager in der Türkei ab.
Schmerzhaftes Ende des Türkei-Aufenthalts für Abwehrspieler Marcel Correia. Halbzeit für Eintrachts Zweitliga-Fußballer im Trainingslager in Belek.
Der 23-Jährige hatte sich am Mittwoch im Testspiel gegen den FC Ingolstadt im Kopfballduell mit Caiuby einen Jochbeinbruch zugezogen und die Nacht in Belek im Krankenhaus verbracht. „Ich habe kaum geschlafen, weil die Schmerzen so groß waren“, sagte Correia. Donnerstagmitttag kam er mit dunkelviolettem, fast völlig zugeschwollenem rechten Auge zurück ins Sueno Hotel. Im Krankenhaus hatte eine Kernspintomografie die erste Diagnose bestätigt. Ein Neurologe hatte schließlich zugestimmt, dass Correia das Krankenhaus verlassen durfte.
Noch am Donnerstagabend flog er von Antalya nach Hannover, um sich am Freitag von einem Spezialisten untersuchen zu lassen.
An die Situation, die zu der schweren Verletzung führte, konnte sich der Defensivmann noch genau erinnern. „Es kam ein langer Ball, ich habe Ermin das Signal gegeben, dass ich zum Kopfball gehe. Dann kam Caiuby von rechts angerauscht und traf mich mit dem Ellenbogen“, schilderte Correia. Er habe gleich gewusst, dass etwas gebrochen sei. Das Knacken, so Zuschauer, die in der Nähe gestanden hatten, sei bis zu ihnen zu hören gewesen. „Es waren unglaubliche Schmerzen“, schilderte Correia, der stark blutend vom Platz geführt werden musste. „Das Jahr kann nur besser werden“, sagte Verteidiger, der nach einem Innenbandanriss im Knie erst vor kurzem sein Comeback gefeiert hatte.
„Marcels Verletzung trübt leider den ersten Teil des Trainingslagers“, stellte Torsten Lieberknecht fest. Der Eintracht-Trainer zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf des Türkei-Aufenthalts hochzufrieden: „Wir haben bisher bei ausgezeichneten Bedingungen arbeiten können.“
Nachdem seine Mannschaft am Donnerstagvormittag einen Fünf-Kilometer-Lauf über die Golf-Anlage absolviert hatte, in die das Mannschaftshotel eingebettet ist, hatten die Spieler den Nachmittag zur freien Verfügung. Einige nutzten die Zeit für Ausflüge nach Antalya und Belek. Andere blieben im Hotel, spielten Tischtennis oder nutzten die Zeit zur Erholung in Schwimmbad und Sauna. Denn klar ist, die zweite Hälfte wird noch einmal anstrengend.
