Eintracht-Neuzugang Kluft fällt mehrere Monate aus
Peine Verletzung des Mittelfeldmanns trübt die Freude über die beiden ersten Testspielsiege
Dem 15:0 (6:0)-Erfolg am Samstag beim Kreisligisten MTV Vater Jahn Peine ließen die Braunschweiger am Sonntag einen 14:0 (6:0)-Sieg beim Landesliga-Absteiger Germania Wolfenbüttel folgen. „Die Jungs haben dabei schon einiges an Spielfreude gezeigt“, bilanzierte Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold. Trotz der beiden Schützenfeste wollte bei den Blau-Gelben allerdings keine große Freude aufkommen. Eine schwere Verletzung von Björn Kluft verhagelte den Verantwortlichen die Stimmung.
Für den Neuzugang von Preußen Münster war die Premiere im Eintracht-Trikot am Samstag nach gerade einmal 30 Minuten schon wieder beendet. Bei einem Foul, das der Schiedsrichter mit Elfmeter ahndete, sprang dem Neuzugang von Preußen Münster die Kniescheibe heraus – eine sogenannte Kniescheiben-Luxation.
Unabhängig davon, was die weiteren Untersuchungen am Montag ergeben, wie viel von den umliegenden Bändern sowie dem Knorpel beschädigt ist, dürfte klar sein, dass der 22-Jährige mehrere Monate ausfallen wird. Möglicherweise droht dem Mittelfeld-Spieler sogar eine Operation.
„Die Verletzung hängt wie eine schwarze Wolke über dem Wochenende“, sagte Arnold am Sonntagabend sichtlich mitgenommen. „Das ist schon sehr schade.“ Wie jeder Neuzugang habe sich Kluft „viel vorgenommen“. Ob der Zweitligist in Anbetracht der Verletzung noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, ließ der sportliche Leiter offen. „Jetzt warten wir erstmal die Untersuchungen ab.“
Mit den beiden Spielen in Peine und Wolfenbüttel hat der Zweitligist die erste Phase seiner Saison-Vorbereitung abgeschlossen. Diese Woche gönnt Trainer Torsten Lieberknecht seinen Schützlingen noch einmal eine Pause, ehe es nächste Woche wieder in die Vollen geht. „Sonst wären entweder die Sommerpause oder die Vorbereitung zu lang geworden“, nennt der Fußball-Lehrer den Grund für die Stückelung.
Auf die faule Haut können sich die Eintracht-Profis diese Woche allerdings nicht legen: Zum einen muss jeder Spieler drei Laufeinheiten absolvieren, zum anderen steht die von der DFL vorgeschriebene kardiologische Untersuchung auf dem Programm.
Tore in Peine: Ademi (4), Kessel (2), Merkel (2), Boland (2), Kruppke, R. Korte, Erwig-Drüppel, Dogan sowie ein Eigentor.
Tore in Wolfenbüttel: Merkel (3), Kruppke (3), Boland (2), Bicakcic, Reichel, R. Korte, G. Korte, Ademi, Erwig-Drüppel
