Eintracht-Manager Arnold: Wir stehen nicht zufällig oben
Braunschweig Eintrachts sportlicher Leiter begründet, weshalb es trotz des tollen Saisonstarts vermessen wäre, jetzt schon vom Erstliga-Aufstieg zu sprechen.
Erstmals in ihrer Zweitliga-Historie ist Eintracht Braunschweig mit vier Siegen in die Saison gestartet. An den Erstliga-Aufstieg verschwendet der sportliche Leiter Marc Arnold derzeit allerdings noch keinen Gedanken: „Das wäre nach vier Spieltagen vermessen.“ Schließlich seien noch 90 Punkte zu vergeben, rechnet der 41-Jährige vor. „Aber wir freuen uns natürlich, dass wir im Umfeld wieder eine Euphorie entfacht haben.“
Die Tabellenführung in Deutschlands zweithöchster Spielklasse sei derzeit zwar nur eine Momentaufnahme, aber deshalb noch lange kein Zufallsprodukt, sagt Arnold im Interview mit unserer Zeitung. „Die Punkte, die wir auf unserem Konto haben, sind uns nicht geschenkt worden.“ Mit Ausnahme der Partie gegen Absteiger Köln – „die kann vielleicht unentschieden ausgehen“ – sei die Mannschaft immer als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Deshalb, so Arnold, „sind wir zu Recht Erster“.
Nun müsse sich jedoch zeigen, ob das Team diese Leistung langfristig bestätigen kann. In der Vorsaison war den Blau-Gelben nach einer starken Hinrunde in der zweiten Halbserie die Puste ausgegangen. „Unser Ziel muss es jetzt sein, dieses Niveau mal über eine ganze Saison zu halten.“
Der sportliche Leiter traut seiner Mannschaft das durchaus zu. Mittlerweile trete das Team nämlich auch gegen Gegner souverän auf, die sich vornehmlich hinten reinstellen und nicht am Spiel beteiligen. „In der Beziehung haben wir einen Schritt nach vorne gemacht“, hat Arnold an den ersten Spieltagen beobachtet. Zumal die eigenen Anhänger erkannt hätten, dass man in Heimspielen auch mal geduldig sein müsse und „nicht immer nur mit Karacho nach vorne“ stürmen könne.
Die Länderspielpause an diesem Wochenende kommt den Eintracht-Verantwortlichen trotz des derzeitigen Höhenflugs gar nicht einmal ungelegen. „Das ist wichtig, um mental wieder runterzukommen“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht, der die pflichtspielfreien Tagen nutzt, um taktisch „das eine oder andere zu optimieren“ und um Neuzugang Chengdong Zhang besser in die Mannschaft zu integrieren. Der fünfmalige chinesische Nationalspieler könnte nächste Woche Samstag im Heimspiel gegen Regensburg erstmals eine Option sein.
Das komplette Interview mit Marc Arnold lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Braunschweiger Zeitung.



