Eintracht macht sich auf den Weg in den sonnigen Süden
Größer könnten die Gegensätze kaum sein: Vergangene Woche noch absolvierten Eintrachts Torhüter-Trio Marjan Petkovic, Daniel Davari und Benjamin Later bei Minusgraden eine Langlauf-Konditions-Einheit im winterlichen Harz.
Wenn sich Braunschweigs Zweitliga-Fußballer am Mittwoch auf den Weg ins Trainingslager nach Spanien machen, können sie Mütze, Schal und Handschuhe getrost zu Hause lassen. Denn in Oliva, südlich von Valencia direkt am Mittelmeer gelegen, erreichen die Temperaturen derzeit zweistellige Werte. Am Dienstagmittag wurden dort angenehme 17 Grad gemessen.
37 Personen umfasst der Eintracht-Tross, der heute um 10.55 Uhr in Hamburg den Flieger gen Süden besteigt. An Bord sind neben Spielern und Trainern auch die beiden Physiotherapeuten Sascha Weiß und Caroline Schweibs, Zeugwart Christian Skolik und Manager Marc Arnold. Für eine Woche ist zudem Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt mit von der Partie; Mannschaftsarzt Dr. Frank Maier reist Samstag nach.
Nach einem Zwischenstopp in Palma de Mallorca wird der Zweitligist am Mittwoch um 15.50 Uhr am Flughafen Valencia erwartet. Von dort aus geht es dann mit dem Bus ins rund 90 Kilometer entfernte "Oliva Nova Beach & Golf Hotel", wo am Abend eine erste lockere Trainingseinheit stattfinden soll.
Wenn alles gut läuft, ist dann auch schon Team-Manager Holm Stelzer vor Ort. Gemeinsam mit Jonas Berke aus der Eintracht-Pressestelle ist der 33-Jährige bereits am Dienstagmorgen nach Spanien aufgebrochen. Im Gegensatz zur Mannschaft allerdings nicht mit dem Flieger, sondern mit einem Transporter. "Wenn wir nicht ankommen, dann hat die Mannschaft ein Problem", scherzte Berke vor der Abfahrt.
Schließlich befinden sich an Bord des Transporters nahezu die kompletten Ausrüstungsgegenstände: angefangen bei Bällen über Trainingskleidung bis hin zum Material für die Physiotherapeuten –in der Summe etwa 500 bis 600 Kilogramm.
"Wenn wir das als Übergepäck im Flugzeug transportiert hätten, hätte uns das einen guten fünfstelligen Betrag gekostet", begründet Stelzer, weshalb er und Berke die beschwerliche Anreise über die Autobahn in Kauf nehmen.
Sollten die beiden Eintracht-Mitarbeiter wider Erwarten verspätet in Oliva eintreffen, wird das Training trotzdem stattfinden können, beruhigt Stelzer und grinst. Schließlich wurden die Akteure dazu verdonnert, einen Satz Trainingskleidung selbst mitzunehmen.

