Eintracht kommt über Unentschieden nicht hinaus
Braunschweig Noch drei Punkte und das Saisonziel ist erreicht. Am Freitag kam allerdings nur einer hinzu. Eintracht spielte 0:0 gegen FSV Frankfurt.
Das Gute vorneweg: Eintracht Braunschweig hat Freitagabend in der zweiten Fußball-Bundesliga seine Serie ausgebaut und ist seit sechs Partien ungeschlagen, hat 37 Punkte auf dem Konto und wird mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen.
Die Leistung, die die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht beim 0:0 gegen den FSV Frankfurt vor 19 950 Zuschauern im Eintracht-Stadion bot, war eine der schlechtesten seit dem Aufstieg im Mai 2011.
„Wir wollen nichts schön reden“, sagte deshalb der Eintracht-Coach nach den umkämpften, aber niveauarmen 90 Minuten. „Wir hatten heute keinen Sieg verdient. Gegen einen defensiv gut eingestellten Gegner haben wir nicht die Mittel gefunden“, analysierte Lieberknecht. Zu fehlerhaft und uninspiriert war das Spiel des Aufsteigers.
Und vor der Pause hätten sich die Gastgeber nicht beklagen dürfen, wenn der als Tabellendreizehnter angereiste FSV einen Treffer erzielt hätte. Macauley Chrisantus (23.) und Ilian Micanski (26.) hatten gute Chancen, scheiterten aber am gut reagierenden Schlussmann Daniel Davari.
Bis dahin hatte Eintracht nicht einen Torschuss abgegeben. Pfiffe der Fans waren die Folge. „Wir hatten die Möglichkeiten, eventuell in Führung zu gehen, aber mit dem Punkt sind wir zufrieden. Er ist gut für unsere Zielsetzung“, sagte FSV-Trainer Benno Möhlmann.
Er freute sich darüber, dass sein Team endlich einmal zu Null gespielt hatte, nachdem zuletzt in den Auswärtsspielen bei Eintracht Frankfurt (1:6) und in Aue (3:4) die Abwehr keine Stabilität gezeigt hatte. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, befand Möhlmann und war sich darin mit Lieberknecht einig.
Der Eintracht-Trainer durfte nur mit den zehn Minuten vor der Pause zufrieden sein. Da hatte seine Mannschaft so energisch gespielt wie er es sich 90 Minuten lang wünscht. Doch mehr als eine Eckenserie und zwei Halbchancen von Domi Kumbela sprangen für Eintracht nicht heraus.
Die Mängel im Aufbauspiel zogen sich durch alle Mannschaftsteile. Über die Außenbahnen kam Eintracht allzu selten erfolgversprechend in die Frankfurter Hälfte. Das Passspiel war von Fehlern durchzogen, so dass kaum einmal gefährliche Kombinationen über mehrere Stationen zustande kamen. Und im Angriff gingen die Bälle fast umgehend verloren.
„Wir haben in der Rückrunde bisher alle Mannschaften, die unter uns stehen auf Distanz gehalten. Der Punkt heute ist für unsere Zielsetzung auch wieder gut“, gewann Lieberknecht dem Remis einen guten Aspekt ab.
Aber er fügte hinzu: „Solch ein Spiel zeigt auf, wo wir uns künftig in der Qualität verbessern müssen, wenn wir uns in der Liga etablieren wollen.“


