Eintracht jagt Hannovers Startrekord
Braunschweig Vier Siege fehlen dem Zweitligisten noch zur Bestmarke des Erzrivalen. Samstag gegen Regensburg könnten die Blau-Gelben weiter Boden gut machen.
Den Startrekord in der eingleisigen 2. Fußball-Bundesliga hält ausgerechnet Eintrachts Erzrivale. In der Saison 1986/1987 gewann Hannover 96 zum Auftakt stolze acht Spiele in Folge. Zugegeben: Von dieser imposanten Marke sind die Braunschweiger derzeit noch ein gutes Stück entfernt.
Aber: Gelingt den Blau-Gelben am Samstag im Heimspiel gegen den SV Jahn Regensburg der fünfte Erfolg in Serie, würden sie in der Start-Statistik immerhin schon auf Platz 2 vorrücken – und mit Eintracht Frankfurt (97/98), dem SC Freiburg (90/91) und der SG Wattenscheid (89/90) gleichziehen. Nur am Rande sei erwähnt, dass mit Ausnahme von Freiburg, die letztlich „nur“ Neunter wurden, am Saisonende alle Teams in die 1. Bundesliga aufstiegen.
An einen möglichen Startrekord verschwendet man bei Eintracht derzeit allerdings keinen Gedanken – zumindest nicht offiziell. „So eine Statistik ist schön und gut, aber ich denke nicht groß drüber nach“, sagt beispielsweise Mittelfeldakteur Kevin Kratz. Viel wichtiger sei, dass „wir jedes Spiel so angehen, dass wir gewinnen möchten“. Gleichwohl räumt der Neuzugang aus Aachen ein, dass es ein schönes Gefühl sei, an der Tabellenspitze zu stehen. „Das wollen wir natürlich so lange wie möglich behalten.“
Die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen das auch am fünften Spieltag gelingt, ist groß: Schließlich ist mit dem SSV Jahn Regensburg ein Aufsteiger zu Gast, der erst einen Sieg auf seinem Konto hat. Ein Selbstläufer werde die Partie gegen die Bayern aber keinesfalls, warnt Trainer Torsten Lieberknecht. „Wir haben bei unseren bisherigen Siegen immer in allen Bereichen viel investieren müssen – das wird auch gegen Regensburg notwendig sein.“
Das Team von Trainer Oscar Corrochano, der den nach Augsburg abgewanderten Aufstiegstrainer Markus Weinzierl beerbt hat, ist laut Lieberknecht „defensiv gut organisiert“. Was jedoch nicht zwangsläufig heißen müsse, dass sich die Gäste ausschließlich am eigenen Strafraum verbarrikadieren werden. „Das ist kein Team, das sich nur auf die Defensive versteift“, hat der Eintracht-Coach beobachtet. Augenzwinkernd ergänzt er: „Das wäre auch fatal.“
Von seiner eigenen Mannschaft verlangt der 39-Jährige „eine gute Balance zwischen Angriff und Abwehr.“ Dabei hofft er auf ähnlich gute Unterstützung von den Rängen wie beim Heimsieg gegen Paderborn. „Da haben wir gemeinsam mit den Zuschauern einen massiven Druck aufgebaut.“



