Eintracht intensiviert Bemühungen um Stürmer Pak
Braunschweig Getestet und für gut befunden: Nordkoreanischer Nationalspieler soll vom Schweizer Spitzenklub FC Basel ausgeliehen werden
Am Samstag, einen Tag nach seinem Einsatz beim Testspiel gegen den FC Valencia (1:1), hat sich Eintrachts Probespieler Kwang-Ryong Pak mit dem Zug wie geplant wieder auf den Weg in die Schweiz gemacht. Am Sonntagvormittag stand der nordkoreanische Nationalspieler bei seinem Klub, dem FC Basel, bereits wieder auf dem Trainingsplatz.
Viel zu bedeuten hat das jedoch nicht. Gut möglich, dass der 19 Jahre alte Angreifer schon in den nächsten Tagen nach Braunschweig zurückkehrt – und dann länger in der Löwenstadt bleibt. Eintrachts sportlicher Leiter Marc Arnold bestätigte am Sonntag nämlich gegenüber unserer Zeitung, dass der Zweitligist nach wie vor an einer Ausleihe des groß gewachsenen Angreifers interessiert sei – und das am liebsten gleich für zwei Jahre.
„Wir sind in Gesprächen mit Basel. Der Klub muss sich dazu jetzt Gedanken machen“, sagt Arnold, der hofft, noch diese Woche Vollzug melden zu können.
Pak selbst würde offenbar lieber heute als morgen nach Braunschweig wechseln. „Die Begegnung mit Trainer Torsten Lieberknecht war ein Erlebnis für ihn“, berichtet Karl Messerli. Der Schweizer Geschäftsmann, der mit seinen geschäftlichen Verbindungen nach Nordkorea den Wechsel von Pak nach Europa 2011 erst möglich gemacht hatte, ist so etwas wie der väterliche Freund und Berater des Spielers und hatte diesen auch zum Probetraining nach Niedersachsen begleitet. „Er ist von den Mitspielern sehr gut aufgenommen worden“, schildert Messerli seine Beobachtung.
Mindestens genau so wichtig, sagt er, sei seinem Schützling jedoch, dass er künftig unter einem Trainer spielt, der ihm in seiner Entwicklung weiterhelfen kann. Eintracht-Coach Lieberknecht, der bekanntermaßen immer wieder jungen Profis das Vertrauen schenkt, könnte demnach genau der richtige Mann für den Nordkoreaner sein, der am Freitag bei seinem 60-Minuten-Einsatz gegen Valencia einen ordentlichen Eindruck hinterließ.
„Man hat gesehen, dass er seit über einem Jahr bei einem sehr guten europäischen Klub unter Vertrag steht“, sagt Marc Arnold. In Basel führte am gesetzten Sturmduo Marco Streller und Alex Frei allerdings kein Weg vorbei; wenn überhaupt kam Pak beim Schweizer Champions-League-Teilnehmer nur zu Kurzeinsätzen. Doch alleine das tägliche Training mit Top-Stars wie Shaqiri (jetzt Bayern München) und Xhaka (jetzt Mönchengladbach) war für den jungen Asiaten Gold wert. „Sein Einstiegsniveau ist sehr hoch“, schwärmt Arnold. Erst recht, wenn man bedenke, dass Pak erst 19 Jahre alt ist.



