Eintracht hält die Verfolger auf Sicherheitsabstand
Braunschweig Eintracht Braunschweig bleibt souveräner Spitzenreiter. Ebenso sensationell wie die 34 Punkte nach 14 Spieltagen ist die Tor-Differenz.
Zehn Siege, vier Remis, keine Niederlage – auch nach dem 14. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ist die Braunschweiger Eintracht das Maß aller Dinge im deutschen Fußball-Unterhaus.
Der ärgste Verfolger ist – zumindest bis heute Abend – Erstliga-Absteiger Kaiserslautern mit einem Rückstand von sechs Punkten. Auf fünf Punkte kann die Hertha nach dem Montagspiel gegen St. Pauli heranrücken. Auf Platz vier, auf dem Sonnabend-Gastgeber Cottbus sitzt, haben die Blaugelben schon sagenhafte neun Zähler Vorsprung.
Die Erfolgsgaranten beim 3:0 gegen Ingolstadt machen Mut, dass diese sagenhafte Serie hält.
•Die K&K-Torfabrik steigert unaufhaltsam ihre Produktion. War zuerst Dennis Kruppke für die entscheidenden Tore zuständig, so legt Domi Kumbela jetzt nach. Zum zweiten Mal gelang ihm ein Doppelpack.
•Durch die Rückkehr von Deniz Dogan ist die blaugelbe Abwehrmauer wieder schier unüberwindbar geworden. Der 33-Jährige brachte Souveränität, Umsicht und eine große Portion Erfahrung mit.
•Die Mannschaft hatte zwar Anfang der zweiten Halbzeit ein wenig Glück, dass sie nicht das 1:1 fing, aber sie fand schnell zur taktischen Ordnung und zur Konzentration zurück und verpasste Ingolstadt durch zwei wunderschön herausgespielte Konter den K.o.
•Trainer Torsten Lieberknecht lag mit seinen Einwechslungen mal wieder goldrichtig. Orhan Ademi sorgte für mehr Druck aufs Tor der Gäste und lieferte den Traumpass, den Kumbela zum 2:0 veredelte. Dann kam noch Gianluca Korte, der zwar erst nicht so auffiel, dann mit dem 3:0 aber alles klar machte.
„Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ sangen die 19 430 Fans und „Gegen Braunschweig kann man mal verlieren“. Nach dem Schlusspfiff wurde in der Südkurve noch eine Viertelstunde gefeiert. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, schunkelte es von den Rängen. Wenn doch schon Saisonende wäre.
Ist es aber nicht. Und so werden Trainer Lieberknecht und alle anderen fürs Team Verantwortlichen nicht müde, alle die in Gefahr sind zu entschweben von Wolke Nummer sieben wieder herunter zu holen.
„Wir müssen objektiv analysieren“, sagte Lieberknecht. „Wir hatten heute auch ein wenig Glück, haben nach der Pause einige große Chancen zugelassen. Aber mit der Einwechslung von Ademi haben wir wieder ins Spiel zurückgefunden.“ Wichtig sei gewesen, dass sein Team nie die Ordnung verloren habe.
Ingolstadts Trainer Tomas Oral sprach von einer sehr, sehr unglücklichen Niederlage seiner Mannschaft. „Wir haben Eintracht das erste Tor geschenkt.“ Und sein Kapitän Stefan Leitl bilanzierte: „Wir waren in der zweiten Halbzeit das klar bessere Team.“
Mit dieser Meinung dürfte er allerdings allein stehen.



