Eintracht erkämpft verdienten Punkt in Düsseldorf
Düsseldorf Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig hat seine Erfolgsserie fortgesetzt: Die Niedersachsen trotzten am Samstag dem Aufstiegsfavoriten Fortuna Düsseldorf wie schon im Hinspiel ein 1:1 (1:0)-Unentschieden ab.
Für den Aufsteiger war es bereits das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage, mit nunmehr 38 Punkten belegt der Traditionsklub nach wie vor den hervorragenden achten Tabellenplatz.
„Vor der Art und Weise, wie sich die Mannschaft heute präsentiert hat, muss ich den Hut ziehen“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht, dessen Schützlinge nach dem Schlusspfiff von den knapp 3000 mitgereisten Anhängern völlig zurecht ausgelassen gefeiert wurden. Bei frühlingshaften Temperaturen hatten diese zuvor eine tolle Leistung ihrer Mannschaft gesehen. Diese spielte um Klassen besser als in der Vorwoche beim trost- und torlosen Remis gegen den FSV Frankfurt.
Domi Kumbela hatte die mutig auftretenden Gäste nach 27 Minuten in Führung gebracht. Nach feiner Vorarbeit von Mittelfeld-Mann Marc Pfitzner ließ der Torjäger Fortunas Schlussmann Robert Almer mit einem Bein-Schuss keine Chance. Für den Deutsch-Kongolesen war es bereits der neunte Saisontreffer. Kumbela hatte zuvor schon zweimal die Braunschweiger Führung auf dem Kopf. Seine beiden Kopfbälle (11., 24.) wurden jedoch von einem Düsseldorfer Spieler auf der Linie geklärt. Die enttäuschenden Platzherren erspielten sich vor dem Seitenwechsel lediglich eine Torchance: Sascha Rösler knallte den Ball in der fünften Minute aus 25 Metern gegen die Latte.
„Braunschweig hat zur Pause verdient geführt. In der Mannschaft weiß jeder, was er zu tun hat“, lobte Düsseldorfs Trainer Norbert Meier, der bereits unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit Sascha Dum und Thomas Bröker zwei frische Kräfte brachte. Letzterer stand gerade drei Minuten auf dem Platz, als er per Kopf den 1:1-Ausgleich (48.) erzielte. Gegenspieler Marc Pfitzner gab dabei keine gute Figur ab.
Nach 63 Minuten hatten die Rheinländer die große Chance, in Führung zu gehen. Nachdem Deniz Dogan Sascha Rösler im Strafraum von den Beinen geholt hatte, entschied Schiedsrichter Markus Schmidt völlig zurecht auf Strafstoß. Doch Jens Langeneke scheiterte an Eintracht-Schlussmann Daniel Davari. Für Langeneke war es im zehnten Versuch der erste Fehlschuss in dieser Saison. „Ich hatte mir am Vormittag mit unserem Torwarttrainer Alex Kunze einen Plan zurechtgelegt“, verriet Davari, für den es der erste gehaltene Elfmeter in seiner Profi-Karriere war.
In der Schlussphase hatte Eintracht sogar noch zwei hochkarätige Chancen zum Sieg: Erst brachte der eingewechselte Pierre Merkel den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie (85.), wenige Sekunden später klatschte ein Kumbela-Kopfball an den Pfosten. Norman Theuerkauf resümierte deshalb: „Der Punkt war nicht glücklich, sondern hochverdient.“
