Eintracht erkämpft sich in Aue ein 1:1
Aue Eintracht Braunschweig wartet weiter auf den ersten Sieg der Rückrunde. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht kam zu einem 1:1 (1:1) bei Erzgebirge Aue.
In einem über weite Strecken mäßigen Spiel ohne viele Höhepunkte, aber mit vielen Fehlern auf beiden Seiten brachte Jan Hochscheidt (7.) die Gastgeber in Führung, Norman Theuerkauf (40.) glich mit einem herrlichen Freistoß aus 20 Metern aus.
Die Blaugelben, die in der gleichen Aufstellung aufliefen wie gegen Karlsruhe, kassierten früh einen Rückstand. Nicht mal sieben Minuten waren vergangen, als der rechte Außenverteidiger Jan Washausen eine Flanke aus dem Mittelfeld heraus falsch berechnete und den Ball in Richtung des eigenen Tores verlängerte. Aue hatte auf einmal eine ungeordnete Viererkette vor sich. Halil Savran nutzte das, brach außen durch und flankte, Eintracht-Torhüter Daniel Davari parierte die Hereingabe vor dem einschussbereiten Ronny König noch, aber Hochscheidt verwandelte den nach vorn abgewehrten Ball .
Viele unerzwungene Fehler, zu ungenauer Spielaufbau und zu wenige gewonnene Zweikämpfe – die Löwen machten sich in der Folge das Leben selbst schwer. Die Unsicherheit durch das 0:1 war mit Händen zu greifen. Aues Abwehr stand nie vor großen Problemen. Als nach einem hohen Ball aus dem Mittelfeld Eintrachts Innenverteidiger Ermin Bicakcic den Ball per Kopf unglücklich verlängerte wäre nach gut einer halben Stunde und einem Eigentor fast eine Vorentscheidung in dem spielerisch schwachen Spiel gefallen.
Doch in der 40. Minute brachte eine feine Einzelleistung die Löwen zurück ins Spiel. Hatte Norman Theuerkauf vor einer Woche gegen Karlsruhe mit einem 20-Meter-Freistoß noch den Pfosten getroffen, so zielte er gestern Abend ein wenig mehr in die Mitte und traf ins Schwarze. Theuerkauf und das ganze Löwen-Rudel jagten sofort zur Auswechselbank, um den unerwarteten Ausgleich zu feiern.
Eintracht kam selbstbewusster aus der Pause, bekam mehr Sicherheit in die Aktionen. Bicakcic, Reinhardt, Kumbela – endlich ansehnliche Kombinationen. Die Löwen bauten die Kontrolle des Spiels aus.
Von Aue und seinem großen Laufpensum der ersten Halbzeit war nicht mehr viel zu sehen. Es ging fast nur noch in eine Richtung, in die der Gastgeber. Einzig ein Kopfball von Savran (64.) brachte noch einmal ein wenig Betriebstemperatur ins bibberkalte Auer Stadion. Eintracht hatte mehr Spielanteile, Zählbares sprang dabei nicht heraus.
Im Gegenteil: Fünf Minuten vor dem Abpfiff rettet Davari reaktionsschnell gegen den durchgebrochenen Tobias Kempe. Doch beide Mannschaften waren jetzt mit dem Unentschieden zufrieden.


