Eintracht-Coach: Wir können viel vom SC Freiburg lernen
Braunschweig Torsten Lieberknecht ist voll des Lobes für den Pokal-Gegner aus dem Breisgau. Deren Trainer Christian Steich gibt die Komplimente postwendend zurück.
Vor dem Zweitrunden-Spiel im DFB-Pokal zwischen Eintracht Braunschweig und dem SC Freiburg überhäufen sich die beiden Trainer mit Komplimenten. „Das ist akribische, schlaue Arbeit“, lobt SC-Coach Christian Streich die Transferpolitik der Blau-Gelben, die in seinen Augen über „die stabilste Mannschaft der zweiten Liga“ verfügen. „Das ist alles gut und überlegt gemacht.“
Sein Braunschweiger Pendant Torsten Lieberknecht geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wir können viel vom SC Freiburg lernen.“ Gemeint ist damit insbesondere die Infrastruktur des Klubs. „Mit bescheidenen Mitteln, guter Jugendarbeit, Akribie und Leidenschaft“ hätten sich die Breisgauer im Fußball-Oberhaus etabliert. „Das ist für uns ein Vorbild, was alles möglich ist.“
Freiburg, glaubt Lieberknecht, werde heute sicherlich nicht mit angezogener Handbremse im Eintracht-Stadion antreten, „das können wir uns abschminken“. Der Sportclub sei eben „keine typische Profi-Mannschaft“, die überheblich an die Pokalaufgabe herangehe. „Das sind willige, junge, ehrgeizige Spieler.“ Um dem Bundesliga-Zwölften ein Bein zu stellen, brauche man daher „eine überdurchschnittliche Leistung“, weiß der Eintracht-Coach, und zwar über 90 Minuten. „60 gute Minuten so wie gegen Hertha werden nicht reichen.“
Lieberknecht hat die Freiburger mehrfach beobachten lassen, so auch am Samstag bei der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund. Doch um seine Schützlinge auf den heutigen Gegner einzustellen, stand dem für seine akribische Spielvorbereitung bekannten Fußball-Lehrer diesmal aufgrund der englischen Woche nur eine einzige Trainingseinheit zur Verfügung. „Da kann man den Jungs nur ein paar Infos mit auf den Weg geben.“
Den einen oder anderen Ratschlag erhoffte sich der 39-Jährige deshalb auch von Jan Washausen. Den verletzten Mittelfeldspieler hatte der Eintracht-Coach vorletzten Samstag nach Wolfsburg geschickt, um die Freiburger dort unter die Lupe zu nehmen – gestern Abend sollte „Wasi“ den Teamkollegen seine Erkenntnisse schildern.
In Anbetracht der Tatsache, dass am Freitag gegen Sandhausen bereits das nächste Liga-Spiel ansteht, ist davon auszugehen, dass Lieberknecht seine Mannschaft am Dienstag im Vergleich zum Berlin-Spiel auf mehreren Positionen umbauen wird. Beschlossene Sache ist bereits, dass Marjan Petkovic für Daniel Davari zwischen den Pfosten stehen wird.
Was Freiburgs Trainer Christian Streich über die Eintracht sagt, sehen Sie hier:



