Eintracht bleibt gelassen, die Verfolger klotzen
Braunschweig Der Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig holt in der Winterpause nur einen Neuen. Kaiserslautern und Cottbus gingen auf Einkaufstour.
Die Manager und Trainer der Fußball-Zweitligisten bewiesen in der Winterpause zum großen Teil Ruhe und setzen auf Beständigkeit. In der Winter-Transferperiode, die in der Nacht zum heutigen Donnerstag endete, meldeten die 18 Zweitligisten bis zum frühen Abend 35 Neuzugänge, denen 41 Abgänge gegenüberstanden.
Während Tabellenführer Eintracht Braunschweig mit einem Neuling – der norwegische U-21-Nationalspieler Omar Elabdellaoui ist bis Saisonende von Manchester City ausgeliehen – aufwartet, zeigte der Tabellenzweite Hertha BSC keinerlei Einkaufstour-Aktivitäten. Ohne Zugänge blieben zudem der 1. FC St. Pauli und MSV Duisburg – wohl auch wegen der aussichtslosen Lage im Kampf um die vorderen Ränge.
„Wir sehen unseren Kader gut aufgestellt, auch in der Breite. Die Mannschaft hat die personellen Ausfälle in der Hinrunde sehr gut kompensiert. Und einige Spieler kommen nach ihren Verletzungen zurück. Bei Omar haben wir die Chance genutzt, einen solchen Spieler an uns zu binden“, schildert Marc Arnold, Eintrachts sportlicher Leiter.
Wie Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, der die lange verletzten Matthias Henn, Oliver Petersch und Kevin Kratz wieder im Kader hat, kann auch Hertha-Coach Jos Luhukay mit Levan Kobiaschvili (Sperre beendet) und den wiedergenesenen Pierre-Michel Lasogga, Maik Franz sowie Änis Ben Hatira „gefühlte Neuzugänge“ präsentieren.
Während sich die beiden Aufstiegsfavoriten aus Braunschweig und Berlin fast ungestört auf die noch ausstehenden 15 Ligaspiele vorbereiteten, herrschte vor allem bei den hoch ambitionierten Verfolgern reges Kommen und Gehen. Neue Spieler sollen vor allem in Kaiserslautern, Cottbus und bei München 1860 Schwung für die Punktejagd bringen.
Der Tabellendritte aus der Pfalz war mit sechs Neuen der Großeinkäufer der Liga. Vom Erstligisten Eintracht Frankfurt holte Trainer Franco Foda die Stürmer Erwin Hoffer und Benjamin Köhler, von Rapid Wien Christopher Drazan, von Bayern München II Mitchell Weiser. Für die Defensive kamen zudem Markus Karl (Union Berlin) und Chris Löwe (Dortmund II).
Vier Spieler holte Trainer Rudi Bommer nach Cottbus, um vor allem die zuletzt schwächelnde Offensive zu verstärken. John Jairo Mosquera (zuletzt bei Changchun Yatai/China) und André Fomitschow (Düsseldorf) sollen im Angriff des FC Energie für Druck sorgen. Christian Bickel (Freiburg II) und Michael Schulz (Wolfsburg II) kommen aus der Regionalliga und gelten als Ergänzungsspieler.
Mit namhaften Spielern versucht auch München 1860 die Chance, zumindest den Relegationsrang zu erreichen, zu wahren. Der frühere Mainzer Malik Fathi, Rob Friend von Eintracht Frankfurt sowie Ola Kamara vom norwegischen Strömsgodset IF Drammen sind die Hoffnungsträger der Münchner. Union Berlin, punktgleich mit den Bayern und FSV Frankfurt 17 Punkte hinter Braunschweig zurück, ersetzte den abgewanderten Karl durch Baris Özbe (Trabzonspor).
Im Kampf um den Klassenerhalt haben Dynamo Dresden, mit drei Neuzugängen, und der SV Sandhausen, vier neue Spieler, erhebliche Anstrengungen unternommen. Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg setzt hingegen auf einen neuen Chef-Trainer: den früheren Nationaltrainer Polens,
Franciszek Smuda.
