Eintracht baut mit 2:1-Sieg Vorsprung als Tabellenführer aus
Braunschweig 30 Punkte, 21 Tore und den Abstand zum Verfolger Hertha BSC ausgebaut: Eintracht Braunschweig gewinnt 2:1 gegen den SV Sandhausen.
So langsam darf Eintracht Braunschweig auf die Herbstmeisterschaft schielen. Zum Auftakt des 12. Spieltages bezwangen die Blau-Gelben am Freitag Neuling SV Sandhausen mit 2:1 (1:0) und bauten damit ihre Tabellenführung aus. Dagegen musste Bundesliga-Absteiger Hertha BSC einen Dämpfer hinnehmen: Im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt kamen die Berliner nicht über ein 0:0 hinaus. Der SC Paderborn gewann bei Aufsteiger Jahn Regensburg mit 2:0 (1:0).
Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend: 62 Minuten lang spielte die Braunschweiger Eintracht wie aus einem Guss, kombinierte den SV Sandhausen schwindlig und erarbeitete sich mehr als ein halbes Dutzend hochkarätiger Einschussmöglichkeiten. Doch dann kam der Gast durch einen Freistoß zum Anschlusstreffer und die Löwen wankten.
Aber es reichte. Durch einen Doppelpack von Domi Kumbela (45. und 50.) beim Gegentreffer von Frank Löning (62.) beendete Eintracht Braunschweig Freitagabend vor 18 900 Zuschauern die kraftraubende englische Woche mit einem 2:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen.
Die Mannen von Trainer Torsten Lieberknecht haben damit die 30-Punkte-Marke geknackt, ihre Tabellenführung gefestigt und bleiben in der Punktrunde auch nach dem zwölften Spieltag ungeschlagen. Und das Zusatzbonbon: Der ärgste Verfolger Hertha BSC kam gestern Abend im Olympiastadion nicht über ein 0:0 gegen Ingolstadt hinaus. Die Löwen haben jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei.
„Spitzenreiter, Spitzenreiter!“, jubelten die Fans nach dem Abpfiff. „Wir steigen auf und ihr steigt ab.“
Torsten Lieberknecht war erleichtert. „Die erste Halbzeit war vielleicht die beste der gesamten Saison. Wir sind hohes Tempo gegangen, haben dem Gegner kaum Zugriff auf unser Spiel erlaubt. Nach dem 1:2 war dann der Kraftakt nötig, von dem ich vor dem Spiel gesprochen habe. Wir haben gewankt, aber wir sind nicht gefallen.“
Die Fans sahen eine erste Halbzeit, in der die Blaugelben ihren Gegner an die Wand spielten – aber selbst die schönsten Chancen liegen ließen. Es gab schon Spiele, in denen ist eine derart überlegene Mannschaft dafür bestraft worden. In der 9. Minute ging es los. Einen Kopfball von Mirko Boland holte Sandhausens Torhüter Daniel Ischdonat aus dem rechten Dreieck, wenig später zischte ein Distanzschuss von Damir Vrancic am linken Pfosten vorbei. Raffel Korte (13.) scheiterte nur knapp mit einem schönen Volleyschuss und, und, und. Doch es dauerte bis fast zum Halbzeitpfiff, bis die Fans erlöst wurden. Korte flankte butterweich in den Strafraum, Kumbelas Bewacher Marco Pischorn stand zu weit weg vom Tatort und schon hatte Eintrachts Torjäger per Kopf vollstreckt – sein drittes Saisontor. Das gab ihm Ansporn und schon kurz nach dem Wiederanpfiff legte er nach einer Ecke von Damir Vrancic nach. Sandhausen schien am Boden, doch der Anschlusstreffer wie aus dem Nichts brachte neuen Mut für die Gäste.
„Erst dann haben wir gezeigt, was in uns steckt – leider zu spät“, bilanzierte Sandhausens Trainer Gerd Dais. Ein Remis für den Drittletzten wäre aber völlig unverdient gewesen nach dem Spielverlauf. Eintracht zieht weiter einsam seine Kreise, das Märchen geht ins nächste Kapitel.
Der SV Sandhausen steckt nach der Niederlage im Tabellenkeller fest. Am nächsten Wochenende hat man Hertha BSC zu Gast. Den Spitzenreiter führt der Weg am kommenden Spieltag nach Aue.



