Dogans Einsatz bis zuletzt offen
Braunschweig Zwölf Spiele hat Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig in dieser Saison absolviert – zwölfmal stand Deniz Dogan in der Startformation.
Wie wichtig er für die Braunschweiger Eintracht ist, zeigt, wie sehr bis zuletzt alles unternommen wurde, um den Abwehrchef zum Anpfiff bei Erzgebirge Aue am heutigen Freitag um 18 Uhr noch fit zu bekommen. Dogan, den Adduktorenprobleme plagen, fuhr Donnerstagmittag nicht mit der Mannschaft ins Erzgebirge. „Er unterzieht sich in Braunschweig noch einer speziellen Behandlung bei einem Osteopathen“, sagte gestern Torsten Lieberknecht, Trainer des souveränen Tabellenführers in der 2. Fußball-Bundesliga. Sollte nach der Behandlung die Chance bestehen, Dogan in dem so wichtigen Spiel auflaufen zu lassen, sollte der 33-Jährige nach Aue nachfahren. Die endgültige Entscheidung über einen Einsatz würde dann nach dem Freitagvormittag-Training fallen.
Dass Erzgebirge Aue am Montagabend in Kaiserslautern im Einsatz war, Eintracht dagegen schon am vorigen Freitag, könnte sich heute vielleicht als Vorteil erweisen. „Aue spielt ja einen sehr kräfteraubenden Fußball, wird in den zurückliegenden Tagen mehr Regenerationsphasen eingebaut haben. Wir dagegen haben eine normale Trainingswoche gehabt“, sagte Lieberknecht.
Auch Aue-Trainer Karsten Baumann hat personelle Sorgen. Guido Kocer fällt nach seiner Knieverletzung ebenso aus wie der slowakische Stürmer Jakub Sylvestr, der nach Schiedsrichter-Beleidiung im Kaiserslautern-Spiel die rote Karte gesehen hatte. „Bei Braunschweig ist die Mannschaft der Star, auch wenn Kruppke, Kumbela und Boland auf höchstem Niveau spielen“, lobte Baumann. „Eintracht verliert nie die Ruhe, nie die Ordnung.“ Oliver Schröder hat seinem Team die Marschrichtung vorgegeben gegen den Tabellenführer. „Brust raus! Kopf nach oben! Mutig nach vorn spielen!“ Aue tue alles, damit Braunschweigs Serie reiße und die Eintracht erstmals in dieser Punktspielsaison den Platz als Verlierer verlasse. Mit einem Abwehrchef Deniz Dogan wäre das für Aue natürlich noch schwerer als ohnehin schon.

