Dämpfer für Eintracht, aber kein Beinbruch
Braunschweig Das torlose Remis im Zweitligaspiel gegen FSV Frankfurt war ein Dämpfer für den erfolgreichen Aufsteiger. Ein Beinbruch für Eintracht ist es nicht.
Die Leistungen beim 0:0 gegen den FSV Frankfurt waren nicht gut, eher schlecht. Das wollten nach der torlosen Zweitliga-Partie am Freitagabend weder die Spieler noch die Verantwortlichen in Abrede stellen. „Ich will keinen Einzelnen bewerten, die ganze Mannschaft hat ein schlechtes Spiel gemacht“, sagte Marc Arnold gestern. Allerdings wollte der sportliche Leiter die Darbietung nicht überbewerten. „Unsere Mannschaft wird doch auch mal ein schlechteres Spiel machen dürfen. Was sollen denn dann erst Mannschaften wie Schlusslicht Rostock, der Vorletzte Karlsruhe, Aachen oder auch Bochum nach diesem 26. Spieltag sagen, die allesamt hinter Eintracht stehen?
Oder die Gäste vom FSV Frankfurt? Die jubelten über den Teilerfolg beim Aufsteiger in Braunschweig. „Für uns ist das ein ganz wichtiger Punkt“, stellte Trainer Benno Möhlmann nach der Partie fest, als er zwei Stunden nach Abpfiff des Spiels am Bus hinter der Nordkurve auf Michael Görlitz wartete. Der Mittelfeldspieler war zur Dopingkontrolle ausgelost worden, konnte aber trotz kräftiger Getränkeaufnahme erst nach langer Wartezeit die geforderte Probe liefern.
Gegen die tief in der eigenen Hälfte stehenden Frankfurter hatte Eintracht nach der Pause trotz optischer Überlegenheit und deutlich mehr Ballbesitz keine klaren Chancen herausgespielt. Eine Momentaufnahme, meint Arnold. „Es ist immer wieder die gleiche Thematik“, erklärt er. Nach solchen Spielen heiße es, Eintracht tue sich im eigenen Stadion schwer gegen defensiv agierende Teams. „Wir haben auch schon gegen Mannschaften, die hinten drinstehen und zerstören, gute Spiele gezeigt“, hält der sportliche Leiter entgegen.
„Natürlich wollen wir gerade zu Hause nicht so spielen wie am vergangenen Freitag“, sagt Arnold und lässt außer Frage, dass auch die sportliche Leitung mit dem Auftritt nicht zufrieden war.



