Correia schneller zurück, als erwartet
Braunschweig Die Fortschritte in der Reha sind groß. Marcel Correia ist hoffnungsfroh, früher als erwartet ins Eintracht-Team zurück zu kehren.
Während Trainer Torsten Lieberknecht seine Mannschaft in aller Ruhe auf das nächste Spitzenspiel der zweiten Fußball-Bundesliga, an diesem Sonnabend bei Energie Cottbus, vorbereitet, schinden sich drei Profis von Eintracht Braunschweig im Mainzer Reha-Zentrum. Kevin Kratz, Björn Kluft und Marcel Correia arbeiten nach ihren Operationen mit den Spezialisten an ihren Comebacks.
„Kevin und Björn brauchen noch Zeit. Bei Marcel sieht es schon sehr ordentlich aus“, sagt Marc Arnold, der sportliche Leiter des Tabellenführers. Kratz hatte sich im Spiel bei Dynamo Dresden verletzt und sich einer Syndesmose-Operation unterziehen müssen. Kluft war in der Saisonvorbereizung wegen einer Kniescheiben-Luxation ausgefallen und musste sich zweimal operieren lassen.
Marcel Correia, der sich vor vier Wochen im Pokalspiel gegen den SC Freiburg einen Innenbandanriss im linken Knie zugezogen hatte, wirkt am Telefon zuversichtlich. „Es sieht ganz gut aus. Ich habe keine Schmerzen mehr und wir machen schon ordentlich Dampf“, beschreibt der 23 Jahre alte Abwehrspezialist seine Fortschritte.
Noch sei die Stabilität im Knie nicht zu 100 Prozent wieder hergestellt, aber beim Treppenlaufen und bei Übungen auf dem Trampolin bereite das Knie keine Probleme, schildert Correia. „Jetzt muss ich das Knie kräftigen. Diese Woche werde ich noch in Mainz bleiben, aber vielleicht kann ich schon in der nächsten Woche wieder in Braunschweig trainieren“, sagt der deutsch-portugiesische Profi. Ins Mannschaftstraining wird er dann aber nicht sofort einsteigen. Schweißtreibende Übungsstunden mit Athletiktrainer Jürgen Rische werden für Correia zunächst auf dem Tagesprogramm stehen. „Wir müssen dann schauen, wie es auf dem Platz wird. Aber ich bin ganz zuversichtlich. Bisher ist alles gut gelaufen. Viel besser als im vergangenen Jahr“, stellt er fest. Vor fast genau zwölf Monaten hatte sich Correia im Spiel gegen Bochum schon einmal das Innenband gerissen. Viereinhalb Monate hatte er danach pausieren müssen.
„Wir legen unseren kompletten Fokus darauf, dass alle Spieler die Vorbereitung in der Winterpause vollwertig mitmachen können“, erklärt Torsten Lieberknecht. Das gilt auch für Matthias Henn, Oliver Petersch und Jan Washausen, die nach ihren Verletzungen mittlerweile wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Henn soll eventuell schon am Wochenende in der U 23 eine Hälfte lang Wettkampfpraxis sammeln.
Im Trainingslager, das Eintracht im Januar in Belek in der Türkei beziehen wird, hofft Lieberknecht dann, alle 27 Spieler des Zweitliga-Kaders dabei zu haben.
