Bohl: Es ist einfach ein schönes Gefühl
Braunschweig Die lange Leidenszeit des 28-jährigen Profis von Zweitligist Eintracht Braunschweig endete am vergangenen Sonnabend mit dem Einsatz gegen Regensburg.
Rückblick: Am 26. November des vergangenen Jahres hatte sich Bohl im Spiel gegen den VfL Bochum das Kreuzband im linken Knie gerissen. Die Zweitligasaison war für den Neuzugang aus dem Januar 2011 beendet.
Mit großer Energie und harter Arbeit kämpfte sich Steffen Bohl zurück. Noch bevor Eintracht das Vorbereitungsprogramm für die jetzige Spielzeit aufnahm, brachte er sich in Sonderschichten in Form. Das Programm im Trainingslager in Fulpmes absolvierte er ohne Probleme. Das Knie hielt.
„Dann kam der große Rückschlag für mich“, sagt der Profi, der für Kaiserslautern, Aalen und Wehen-Wiesbaden in der Bundesliga, der 2. und 3. Liga spielte, bevor er nach Braunschweig wechselte. Neun Tage vor dem Ligastart gegen Erstliga-Absteiger Köln passierte es. Im Testspiel gegen Carl Zeiss Jena zog sich Bohl nach nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit in einem Zweikampf eine Innenbandruptur im rechten Knie zu. Erneut Pause, Reha- und Aufbautraining für den Mann, der vor seinem Kreuzbandriss von schwereren Verletzungen verschont geblieben war.
„Zum Glück heilte die Innenbandverletzung relativ schnell“, erklärt Bohl. Schon nach drei Wochen war er wieder im Mannschaftstraining dabei, gegen Aalen stand er am vierten Spieltag erstmals wieder im 18-Mann-Kader.
„Das ist einfach ein schönes Gefühl. Nach so einer Zeit weiß man es zu schätzen, wieder dabei zu sein“, schildert Steffen Bohl seine Eindrücke. Im Test gegen Darmstadt stand er vor knapp zwei Wochen erstmals wieder 90 Minuten auf dem Platz. Gegen Regensburg kam er nach 18 Minuten für den angeschlagenen Deniz Dogan ins Spiel. Und machte seine Sache nach einhelliger Meinung sehr ordentlich. „Es hat gut getan, wieder einmal 75 Minuten zu spielen“, schildert der vielseitig einsetzbare Fußballer. Die Wochen und Monate zuvor seien nicht immer einfach gewesen, gesteht Bohl.
Schritt für Schritt will er seinen Weg fortsetzen. „Ich hoffe gegen 1860 München wieder im Kader zu sein“, stellt er fest. Wohl wissend, dass Trainer Torsten Lieberknecht einmal mehr schwere Entscheidungen zu treffen hat. 24 Spieler tummelten sich an diesem Donnerstag auf dem Trainingsplatz. Bohl würde es genießen, im Aufgebot für das Spitzenspiel der Liga zu stehen – so viel ist sicher.
•TSV 1860 München – Eintracht, Sonntag 13.30 Uhr, Arena.
