Bicakcic hat sich perfekt eingeführt
Braunschweig Der 1,85-Meter-Abwehrrecke zeigte im Eintracht-Dress eine starke Leistung gegen den FC St. Pauli – wie jedes Mal in seinen bislang vier Spielen.
Es war ein Spiel ganz nach Herzenslust von Ermin Bicakcic. Der 1,85-Meter-Abwehrrecke von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig stemmte sich immer wieder im Kopfaballduell gegen die Angreifer des FC St. Pauli. Der 22-Jährige lief Bälle sauber ab, grätschte, warf sich in die Schüsse und klärte mehrfach in höchster Not. Am Ende durfte sich Ermin Bicakcic über das torlose Remis freuen, dass er mit Aufsteiger Eintracht bei Erstliga-Absteiger und -Anwärter St. Pauli errungen hatte.
„Am Ende haben die immer mehr Spieler vorne reingeschoben“, schilderte er seine Eindrücke. Doch es half nichts, in Eintrachts Abwehrbollwerk fanden die Hamburger keine Lücke. „Wir hatten eine gute Ordnung, haben aggressiv dagegengehalten. Wir sind mit Mut in die Zweikämpfe gegangen“, schilderte Bicakcic.
In der Winterpause war der Defensivspezialist vom VfB Stuttgart, für den er zuvor einmal in der Bundesliga, dreimal im DFB-Pokal, zweimal in der Europaliga sowie in 23 Drittligapartien aufgelaufen war, nach Braunschweig gewechselt. Es sollte der nächste Schritt in seiner Karriere werden, bei dem er sich vor allem mehr Spielpraxis erhoffte.
Und über mangelnde Einsatzzeiten kann er sich wahrlich nicht beklagen. In den vier Spielen seit Wiederaufnahme der Punktrunde gegen Frankfurt, Karlsruhe, Aue und St. Pauli fehlte er keine Minute. Mehr noch, er zählte jeweils zu den besten Spielern der Braunschweiger.
„Ermin ist ein Spieler, der die Qualität mitbringt, die wir gesucht haben“, sagt Marc Arnold. Der sportliche Leiter nennt Kopfball- und Zweikampfstärke sowie die gute Spieleröffnung als Stärken von Bicakcic, der seit geraumer Zeit im Blickfeld der Braunschweiger Verantwortlichen gestanden hatte. Als sich in der Winterpause die Möglickeit zur Zusammenarbeit ergab, sei alles ganz schnell gegangen.
Ihn zu verpflichten, sei die „absolut richtige Entscheidung“ gewesen, auch wenn erst vier Partien gespielt seien, betont Arnold. Für den an Jahren noch jungen Abwehrspezialisten spreche zudem, dass er bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. „Das haben wir schon im Trainingslager beobachtet“, sagt er.


