Bei Eintracht gibt es Hauen und Stechen um die Stammplätze
Braunschweig Insbesondere im Mittelfeld ist die Konkurrenz beim Braunschweiger Fußball-Zweitligisten groß.
Von der Teilnahme am internationalen Geschäft ist Eintracht Braunschweig derzeit noch ein gutes Stück entfernt. Die Anzahl der englischen Wochen, und damit die Belastung der Spieler, hält sich demnach in einem überschaubaren Rahmen. Dennoch hat Trainer Torsten Lieberknecht zuletzt laut darüber nachgedacht, in dieser Saison möglicherweise das Rotationsprinzip beim Fußball-Zweitligisten einzuführen.
Hintergrund für diese Überlegung ist die Tatsache, dass sein Kader noch tiefer besetzt ist als in den Vorjahren. „Wir haben einen sehr großen Konkurrenzkampf“, stellt Lieberknecht kurz vor Ende der Vorbereitung fest. Während dieser Umstand beim 38-Jährigen für Zufriedenheit sorgt, kann sich in Reihen der Spieler schnell Unmut breit machen. Denn je ausgeglichener der Kader besetzt ist, desto größer die Gefahr, dass ein Akteur auf der Bank oder, schlimmstenfalls, sogar auf der Tribüne Platz nehmen muss.
Lieberknecht ahnt bereits, dass er sich „aufgrund der Gleichwertigkeit der Spieler schwertun“ wird, für das erste Saisonspiel gegen Köln eine Anfangsformation zu benennen.
Insbesondere im Mittelfeld gibt es bei den Blau-Gelben ein Hauen und Stechen um die begehrten Plätze in der Startelf. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich die Konkurrenz-Situation in diesem Mannschaftsteil noch einmal verschärft. Was einerseits mit der Verpflichtung des zweitligaerfahrenen und in der Vorbereitung überzeugenden Kevin Kratz zu tun hat, anderseits aber auch damit, dass Gianluca und Raffael Korte in den vergangenen Monaten einen großen Sprung nach vorne gemacht haben. Auf Dauer werden sich die Zwillinge nicht mehr mit ihren Reservistenrollen zufriedengeben. Was wiederum dazu führt, dass sich verdiente Spieler wie Mirko Boland (letzte Saison 32 Einsätze), Damir Vrancic (30 Einsätze) und Marc Pfitzner (28 Einsätze) ihres Stammplatzes nicht mehr sicher sein können. Nicht auszuschließen, dass sich mindestens einer aus diesem Trio gegen Köln auf der Bank wiederfindet.
Über jeden Zweifel erhaben dürften im Mittelfeld nach momentanem Stand der Dinge lediglich Kapitän Dennis Kruppke und Norman Theuerkauf sein. Das gleiche trifft wohl auch auf Stürmer Domi Kumbela zu, wenngleich ihm Orhan Ademi, Pierre Merkel, Randy Edwini-Bonsu und möglicherweise bald auch Kwang-Ryong Pak im Nacken sitzen.
Klar dürfte die Sache in der Abwehr sein: Vorausgesetzt, es verletzt sich niemand mehr, werden Sonntag in einer Woche Marcel Correia, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan und Ken Reichel beim Anpfiff auf dem Platz stehen.

