Angreifer Kumbela hält die Gegner auf Trab
Braunschweig Domi Kumbela freut sich auf das Wiedersehen. Mit Paderborn kommt Freitagabend fast ein Dutzend alter Bekannter zum Kräftemessen im Zweitliga-Spiel.
„Ich kenne noch fast die halbe Mannschaft“, sagt der 27 Jahre alte Angreifer. Zur Saison 2008/09 war Kumbela von Eintracht Braunschweig zum SC Paderborn gewechselt. War dort mit Enis Alushi, Jens Wemmer, Sören Brandy, Markus Krösche Florian Mohr, Sören Gonther oder Daniel Brückner im Sommer 2009 in die zweite Liga aufgestiegen, wechselte aber dennoch zu Rot-Weiß Ahlen. Nach nur einem halben Jahr beim Zweitliga-Klub Ahlen kehrte der gebürtige Kongolese zu Eintracht zurück. „Mit Daniel Brückner habe ich noch immer regelmäßig Kontakt. Wir telefonieren oft miteinander“, schildert Kumbela. Vor dem Spiel gegen Paderborn allerdings blieben die Leitungen mehrere Tage stumm. Nichts sollte die Konzentration auf das Heimspiel gegen die früheren Mitstreiter stören.
Dass in Paderborn noch so viele Spieler sind, mit denen er zusammen auflief, sieht Kumbela als ein großes Plus der Ostwestfalen. „Sie sind seit zwei, drei Jahren zusammen, sind kompakt und eingespielt“, beschreibt der Eintracht-Stürmer und sieht darin Parallelen zwischen beiden Klubs. „Paderborn hat wie wir eine gewachsene Mannschaft und spielt eine super Saison. Deshalb wird es für uns ein ganz schweres Spiel“, warnt Domi Kumbela. Auch wenn SCP-Trainer Roger Schmidt voraussichtlich mehrere Spieler ersetzen muss, werde Eintracht auf einen wettbewerbsfähigen Kontrahenten treffen, betont der Braunschweiger Angreifer.
„Uns interessiert nicht, wer fehlt. Der Trainer wird uns schon richtig einstellen“, erklärt der Torjäger, dem bisher neun Treffer in der zweiten Liga für Eintracht gelangen. Und Domi Kumbelas Tore waren in dieser Saison immer gute Vorzeichen. Traf der 27-Jährige, punktete Eintracht bei sieben Siegen und zwei Unentschieden.
„Die Mannschaft profitiert von mir, und ich profitiere von der Mannschaft. Wir versuchen, bodenständig zu bleiben und uns mit Respekt und Fleiß weiter zu entwickeln“, sagt der Stürmer pragmatisch und liefert ein klares Bekenntnis zur Eintracht: „Ich habe noch einen Vertrag für die nächste Saison und werde ihn erfüllen, wenn man mich lässt. Ich habe nicht vor, Eintracht zu verlassen. Es macht hier Spaß, und ich kann die Entwicklung spüren, die unsere Mannschaft macht.“ Das sollen auch die Freunde aus Paderborn erfahren – auf dem Platz – nicht am Telefon.
•Eintracht – Paderborn, Freitag 18 Uhr, Eintracht-Stadion


