Als wäre Correia nicht weg gewesen
Braunschweig Braunschweigs Innenverteidiger feierte am Montag gegen Union Berlin nach siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback.
Schnell die wattierte Jacke übergezogen und dann ab zu den Mikrofonen und Notizblöcken. Marcel Correia hatte gerade sein Comeback bei Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig hinter sich gebracht – mit einer erstaunlich überzeugenden Leistung.
Erstaunlich, weil es so schnell klappte mit seiner Rückkehr in die Start-Elf des Wintermeisters, hatte sich Correia doch am 30. Oktober im Pokalspiel gegen den Erstligisten FC Freiburg einen Innenbandanriss im Knie zugezogen und musste seither passen.
Erstaunlich auch, weil dem Innenverteidiger, der genau so gut und zuverlässig als rechter Außenverteidiger spielen kann, die siebenwöchige Zwangspause vor 21 200 Zuschauern kaum anzumerken war.
„Es war so, als wäre Correia gar nicht weg gewesen“, sagte Marc Arnold, der sportliche Leiter der Eintracht, nach dem 4:3-Sieg gegen Union Berlin. Ein dickeres Lob war kaum drin.
„Ich bin so froh, wieder im Kader zu sein“, sagte Correia vorher am Spielfeldrand. Trainer Torsten Lieberknecht hatte ihn am Sonntag gefragt, ob er sich einen Einsatz gegen Union zutraue. „Ich sollte noch eine Nacht drüber schlafen“, erzählte Correia. Er entschied sich für das Comeback. „Ich bin so glücklich, dass es geklappt hat.“
Und wie. Das zeigt die Statistik: Marcel Correia war der Braunschweiger, der die meisten Zweikämpfe gewann – und zwar 82 Prozent. Und dabei hatte es der Innenverteidiger mit den baumlangen Berliner Sturmspitzen Simon Terodde und Adam Nemec zu tun.
„Ich hatte gerade mal vier Tage Mannschaftstraining mitgemacht. Das Timing stimmte zu Beginn noch nicht hundertprozentig, das Abschätzen von Bällen. Aber für die kurze Vorbereitungszeit, die ich hatte, war das schon okay.“ Und ob.
Correia feierte in diesem Jahr schon mal ein Comeback nach langer Verletzungspause – ebenfalls gegen Union Berlin. Am 13. April wurde er in der 33. Minute für den angeschlagenen Ermin Bicakcic eingewechselt. Vier Monate hatte der Portugiese damals verletzt zuschauen müssen, bis es an der alten Försterei wieder losgehen konnte. Das Ergebnis damals war allerdings nicht so gut. 0:1 verlor die Eintracht.
Abgehakt. Jetzt heißt es neue Kräfte sammeln, bis es am 3. Januar in die Vorbereitung geht. hätte. Dann ist auch Innenverteidiger Matthias Henn wieder an Bord. Der feierte nach mehr als einem Jahr Verletzungspause gegen Union ein Drei-Minuten-Comeback. Der Anfang ist gemacht.
