BZ-Sportclub – Lieberknecht und Reichel stehen Rede und Antwort

Braunschweig  Entspannt, gut gelaunt und auskunftsfreudig: Eintrachts Trainer Torsten Lieberknecht und Ken Reichel waren am Dienstagabend zu Gast im BZ-Sportclub.

Sportredakteur Daniel Mau (von links), Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, Kapitän Ken Reichel und Sportredakteur Hans-Dieter Schlawis.

Foto: Phillip Ziebart/Bestpixels.de

Sportredakteur Daniel Mau (von links), Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, Kapitän Ken Reichel und Sportredakteur Hans-Dieter Schlawis. Foto: Phillip Ziebart/Bestpixels.de

Die Premiere war ein voller Erfolg. 150 Besucher bildeten einen tollen Rahmen für den ersten BZ-Sportclub am Dienstagabend im BZV-Medienhaus mit den Gästen Trainer Torsten Lieberknecht und Kapitän Ken Reichel von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig für gute Unterhaltung. „Wir wollen die Leser und Bürger mit populären Sportlern aus Braunschweig zusammenbringen“, sagte Armin Maus, Chefredakteur unsrer Zeitung, in seiner kurzen Begrüßung und nannte damit zugleich den Grund, dafür, diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen zu haben.

Danach moderierten der Leiter der Sportredaktion, Hans-Dieter Schlawis, und Redakteur Daniel Mau, auf der Bühne die Gesprächsrunde.

Ein Thema waren die astronomischen Ablösesummen, die derzeit im Fußball aufgerufen und bezahlt werden. „Das sind unfassbare Summen. Es fällt mir schwer das zu kommentieren“, stellte Lieberknecht fest angesichts von 220 Millionen Euro, die Paris für den Brasilianer Neymar an den FC Barcelona überwiesen hat. Der Eintracht-Trainer, der sich selbst einen Fußball-Romantiker nannte, sieht sogar Gefahren in diesem Transferwahnsinn. „Dass wir Menschen abschrecken. Ich hoffe, dass es eine Grenze gibt“, sagte der Trainer. Vereine wie Eintracht bliebe nur, kreative Lösung.

Der Markt gibt es her. Als Spieler wäre man doof, wenn man es nicht annähme“, räumte Reichel ein. Selbstverständlich werde auch in der Eintracht-Kabine über die Top-Transfers gesprochen, aber die Gehälter der Mitspieler zum Beispiel seien kein Thema.

Lieberknecht verdeutlichte, dass wechselwillige Spieler wie Berggreen, Gikiewicz, Holtmann oder zuletzt Decarli nur schwer zu halten sind. Ob deren Entscheidungen aus sportlicher Sicht richtig waren, sei im Falle von Holtmann oder Berggreen doch sehr fraglich. „Aber wir haben auch stattliche Ablösesummen bekommen. Was ich so gehört habe“, gab er zu bedenken. Er schränkte allerdings auch ein: „Eine Million ist heute ja kein Preis mehr.“ Von Klauseln in Spielerverträgen bei Eintracht habe er keine Kenntnis, sagte Lieberknecht. „Ich weiß nicht, ob ich einen Spieler aufstellen muss oder nicht“, betonte er.

Schließlich verriet Lieberknecht noch ein Detail. Mit Decarli habe Eintracht den Vertrag vorzeitig verlängern wollen, doch der Schweizer habe das Angebot als nicht ausreichend abgetan. „Er hat dann Dinge gemacht, die teamschädigend waren“, erzählte Lieberknecht. Deshalb sei es besser gewesen, eine Lösung für beide Seiten zu finden.

Wir haben die Gesprächsrunde auf Facebook live übertragen. Hier ist die Aufzeichnung zu sehen: https://www.facebook.com/braunschweigerzeitung/

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