Eintracht-Profis müssen schnell auf Betriebstemperatur

Braunschweig  Mit dem letzten Test am Sonnabend um 13 Uhr gegen Union Berlin biegt die Vorbereitung der Braunschweiger Eintracht auf die Zielgerade.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht (ganz rechts) ließ sein Team gestern Mittag ordentlich schwitzen..

Foto: Rudolf Flentje

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht (ganz rechts) ließ sein Team gestern Mittag ordentlich schwitzen.. Foto: Rudolf Flentje

Eintrachts grandioses Jahr 2012 endete am 17. Dezember im Stadion mit dem 4:3-Gänsehaut-Sieg gegen Union Berlin. Am Samstag um 13 Uhr steigt an gleicher Stätte gegen den gleichen Gegner der letzte Härtetest, bevor der Spitzenreiter die Zweitliga-Saison fortsetzt.

„Union hatte angefragt, ob wir ein Testspiel machen wollen. Da die erste und dritte Liga schon spielen, war das eine gute Wahl für uns – zumal wir in dieser Zweitligasaison ja nicht mehr aufeinander treffen“, sagte Marc Arnold, der sportliche Leiter der Eintracht, der dem Ende der Transfer-Periode am 31. Januar gelassen entgegen sieht. „Unsere Planung ist abgeschlossen.“

Außer dem von Manchester City ausgeliehenen norwegischen U-21-Nationalspieler Omar Elabdellaoui gab es Freitag beim Training im Stadion keine neuen Gesichter. Viel mehr brachte Freude und Optimismus für die bevorstehenden dreieinhalb Monate, welche schon bekannten Gesichter wieder mit der Mannschaft trainieren und nach Verletzungspausen den Konkurrenzdruck erhöhen. Innenverteidiger Matthias Henn etwa ackerte voll mit, ebenso Oliver Petersch, Kevin Kratz, Abwehrchef Deniz Dogan.

Zumindest am Spielfeldrand von der kompletten Mannschaft in der ersten Pause freudig und innig begrüßt wurde Marcel Correia. Der Innenverteidiger, der im ersten Testspiel im Trainingslager in der Türkei einen Jochbeinbruch erlitten hatte, war dick eingemummelter Zaungast. Die Operation hat der 23-Jährige gut überstanden, die Schwellung im Gesicht geht langsam zurück, auch wenn er noch ein wenig so aussieht, als habe er mit Klitschko eine Runde im Ring gestanden.

Zum Glück musste die verletzte Stelle nicht mit einer Platte stabilisiert werden, weil die betroffene Knochenpartie intakter geblieben ist als zunächst abgenommen. „Ich hoffe, dass ich deshalb schneller wieder zurück bin“, sagte Correia. Erst am 17. Dezember hatte der Deutsch-Portugiese nach wochenlanger Zwangspause wegen einer Knieverletzung sein Comeback gefeiert.

Das Testspiel gegen Union von außen betrachten muss auch Dennis Kruppke, der nach einem Teilanriss des Innenbandes in Mainz zur Reha ist, heute aber unbedingt von der Bank aus seine Kollegen unterstützen wird.

Die gewöhnten sich gestern nach den frühlingshaften Temperaturen in der Türkei den zweiten Tag an den deutschen Winter. Dabei bewiesen fünf Profis besondere Kälte-Resistenz, absolvierten sie das Programm doch in kurzen Hosen. Derjenige, dem die Minusgrade am wenigsten ausmachten, war Verteidiger Steffen Bohl – kurze Hose, keine Mütze, keine Handschuhe.

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