Heiß begehrt – Nicht nur Eintracht trainiert in Belek

Braunschweig  Gleich 17 der 18 deutschen Fußball-Zweitligisten hat es in die Türkei gezogen, um sich auf das Ende der Winterpause vorzubereiten.

Die Braunschweiger Profis gehen zweimal täglich auf den Trainingsplatz in Belek..

Foto: Mottl/regios24

Die Braunschweiger Profis gehen zweimal täglich auf den Trainingsplatz in Belek.. Foto: Mottl/regios24

In dieser Woche tummeln sich 17 der 18 deutschen Fußball-Zweitligisten in der Türkei. Nur Union Berlin zog es nach Huelva/Spanien. Zehn sind, so wie auch Eintracht Braunschweig, in Belek, fünf in Lara und zwei in Side – die Region an der türkischen Riviera ist in der Vorbereitung nach der Winterpause der Trainingsplatz der Bundesliga.

Zuvor waren bereits die Erstligisten aus Wolfsburg, Bremen, Stuttgart, Augsburg und Fürth in Belek. Rund 700 Mannschaften aus ganz Europa und Teilen Asiens nutzten die Region im Frühjahr für Trainingslager. Was macht den Ort Belek mit seinen geschätzt 2000 Einwohnern im Ortskern so interessant für die Fußballklubs?

Henning Rießelmann von der Hamburger Agentur TSP, die das Trainingslager von Eintracht Braunschweig sowie vier weiteren Zweitligisten organisiert, sagt: „Es gibt hier eine große Zahl von Top-Plätzen und eine hohe Anzahl gutklassiger auch internationaler Testspielgegner.“ Und nicht zu verachten: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Spanien-Aufenthalt etwa könne locker eine fünfstellige Summe mehr kosten als der in der Türkei.

Gut 50 Trainingsplätze habe er sich in der Vorbereitung auf die Trainingslager in Belek und Umgebung angesehen. „Uns ist es wichtig, ein qualitativ hochwertiges Gesamtpaket zu konzipieren, das den Erwartungen unserer Geschäftspartner entspricht“, betont Rießelmann. Für Eintracht Braunschweig organisiert TSP bereits zum dritten Mal in Folge ein Vorbereitungscamp. Der Vorteil: Die Agentur weiß, worauf Trainer Torsten Lieberknecht und der sportliche Leiter Marc Arnold Wert legen.

Das seien kurze Wege zwischen Hotel und Trainingsplätzen, gute Rasenspielfelder, starke Testgegner sowie ein Hotel, in dem maximal noch ein weiteres Fußballteam untergebracht ist. Zudem wünsche sich Eintracht ein gewisses Maß an Privatatmosphäre und flexible, nicht zeitlich limitierte Trainingszeiten. Zweimal hatte Eintracht selbst in Belek die Angebote in Augenschein genommen. „Es gibt hier Hotels, in denen fünf, sechs Mannschaften sind, dazu sehr viele Spielerberater. Das ist fast wie auf dem Jahrmarkt“, schildert der TSP-Mann.

„Wir passen auch extrem auf, dass wir eine gewisse Exklusivität garantieren“, sagt Rießelmann, der mit einer einheimischen Partneragentur ein Team von 25 Mitarbeitern stellt, das dafür sorgt, dass es den Klubs in Belek an nichts fehlt.

Denn der Markt ist umkämpft. „Ein schlechtes Trainingslager und du bist raus.“

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