Petersch: Ich kann endlich wieder voll angreifen

Belek  Der 23-jährige Mittelfeldspieler Eintracht Braunschweigs hat seine langwierige Verletzung hinter sich gelassen

Zweikampf mit Haken und Ösen bei vollem Tempo: Jan Washausen (links) und Oliver Petersch beim Training am Montag.

Zweikampf mit Haken und Ösen bei vollem Tempo: Jan Washausen (links) und Oliver Petersch beim Training am Montag.

Für Oliver Petersch ist das Gespräch wie eine Wiederholung. Ein Déjà vu. Vor fast genau einem halben Jahr saß der Mittelfeldspieler von Eintracht Braunschweig im Trainingslager in Fulpmes in Österreich mit uns zusammen und war hoffnungsvoll, nach wochenlanger Verletzungspause zur neuen Saison wieder Punktspiele für den Zweitligisten bestreiten zu können. Ein Trugschluss.

Im Trainingslager im türkischen Belek – sechs Monate darauf – ist der 23-Jährige wieder zuversichtlich. „Ich fühle mich sehr gut. Ich bin absolut beschwerdefrei“, sagt Petersch, der im Sommer 2011 zu Eintracht kam und seither 14 Zweitligaspiele für Braunschweig bestritt – das letzte am 30. März 2012 beim 0:0 gegen den SC Paderborn, am 2. Februar erster Punktspielgegner Eintrachts nach der Winterpause.

Die lange Leidenszeit des Oliver Petersch, sie begann mit einer Schambeinentzündung, die zuerst konservativ behandelt wurde. „Der Weg war zu dem Zeitpunkt absolut vernünftig“, blickt er zurück.

Eine Virus-Infektion folgte und warf Petersch einmal mehr zurück. Mitte September des vergangenen Jahres – die Beschwerden hatten sich nicht gebessert – die neue Diagnose: weiche Leiste. Der Ex-Oberhausener wurde an beiden Leisten operiert.

„Ich habe ein gutes Umfeld. Meine Familie und meine Freundin Lena haben mir in der schweren Zeit geholfen“, schildert er. Es folgten Wochen in der Reha in Mainz und anschließend Aufbautraining mit Athletik-Coach Jürgen Rische.

„Seit Dezember stehe ich wieder zu hundert Prozent im Mannschaftstraining“, berichtet der in Bitburg geborene Profi. Seither versucht er, sich bei Trainer Torsten Lieberknecht für neue Aufgaben zu empfehlen. Zu keinem Zeitpunkt sei das Gefühl aufgekommen, nicht mehr dazuzugehören. „Ich war immer, wenn es ging, bei der Mannschaft, war in der Kabine. Und wir haben wirklich ein sehr starkes Gefüge. Das ist nicht nur dahergesagt“, verweist er auf die große Geschlossenheit im Team.

Und er blickt – wieder einmal – zuversichtlich nach vorne „Die ersten Wochen sind gut gelaufen. Ich kann endlich wieder Vollgas geben und bin extrem fokussiert auf die kommenden Spiele“, beschreibt Oliver Petersch.

„Mein Ziel ist es, wieder für Eintracht in der zweiten Liga zu spielen und dabei mitzuhelfen, dass die Mannschaft ihre Ziele erreicht“, formuliert er zurückhaltend. „Ich fühle mich superglücklich und würde gern in Braunschweig bleiben.“ Im Sommer läuft der Vertrag bei Eintracht aus.

Und dann kündigt Oliver Petersch kämpferisch an: „Noch konnte ich meine Leistung bei Eintracht kaum einmal abrufen. Aber ich bin hier noch nicht fertig.“

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