Trainingslager – Eintracht erlebt böse Überraschung

Belek  Am Sonntagmittag landete Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig in Antalya. Ein Spieler musste sich jedoch gleich wieder auf den Rückweg machen.

Das Trainingslager von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig begann am Sonntagnachmittag mit einer Panne. Marcel Correia wurde auf dem Flughafen von Antalya die Einreise in die Türkei verwehrt. Der Grund: Der in Portugal geborene 23 Jahre alte Profi hatte zwar seinen gültigen Personalausweis dabei, sein von den portugiesischen Behörden ausgestellter Reisepass indes war ungültig. Alle Verhandlungen und Beschwörungen der Grenzpolizisten waren vergeblich. Die türkischen Behörden, so hieß es, hätten ein Abkommen mit Deutschland, dass der Personalausweis zur Einreise berechtigt, aber eben nicht mit Portugal. Correia selbst verstand die Welt nicht mehr, war er doch kürzlich noch eben damit nach Ägypten gereist.

Um 16.30 Uhr Ortszeit saß der Abwehrspieler bereits wieder im Flugzeug zurück nach Deutschland. Dort soll er sich schnellstmöglich die Reiseunterlagen besorgen und dann in die Türkei zurückkehren.

Die verbliebenen 26 Eintracht-Spieler absolvierten planmäßig das erste Training, nachdem die Zimmer im Sueno-Hotel bezogen worden waren.

„Wir hoffen, dass er schnell alles erledigt und dann in die Türkei nachreisen kann“, sagte Marc Arnold, der am Sonntag um 6 Uhr in der Frühe mit dem 36-Personen-Tross aus Braunschweig aufgebrochen war.

Schon am Samstag war es auf dem Flughafen Paderborn zu einem Zwischenfall gekommen. Als Mannschaftsbetreuer Holm Stelzer dort das Gros des Eintracht-Gepäcks aufgeben wollte, stand plötzlich die Polizei zwischen den Aluminium-Kisten mit dem Sportgerät des Zweitligisten. Bei einer Routineüberprüfung hatten die Flughafenmitarbeiter Spuren von Schwarzpulver entdeckt. Stelzer musste die Kisten auspacken und die Polizei untersuchte die darin verstauten Gymnastikmatten, fand aber keine weiteren Hinweise. Eine Möglichkeit: Die Eintracht-Profis hatten nach Neujahr auf dem Stadion-Nebenplatz auf den Matten trainiert. Dort könnten diese mit Resten vom Silvester-Feuerwerk in Kontakt gekommen sein.

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