Eintracht-Profi Kumbela schlägt Einladung zum Afrika-Cup aus

Braunschweig  Top-Torjäger will sich stattdessen voll und ganz auf den Aufstiegskampf mit den Blau-Gelben konzentrieren.

Verzichtet zugunsten von Eintracht auf die Teilnahme am Afrika-Cup: Eintracht-Stürmer Domi Kumbela.

Verzichtet zugunsten von Eintracht auf die Teilnahme am Afrika-Cup: Eintracht-Stürmer Domi Kumbela.

Das ist eine gute Nachricht für alle Eintracht-Fans: Wenn sich die kongolesische Nationalmannschaft ab Freitag im Oman auf den bevorstehenden Afrika-Cup (19. Januar bis 10. Februar) vorbereitet, dann ist Domi Kumbela definitiv nicht mit von der Partie.

Die Entscheidung, sagte der Stürmer, sei ihm wahrlich nicht leicht gefallen. „Ich habe mir zwischen den Feiertagen einiges durch den Kopf gehen lassen.“ Doch nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Gesprächen mit seiner Familie und seinem Berater hat Eintrachts Top-Torjäger eine Einladung zur Nationalmannschaft ausgeschlagen.

Kongos Auswahlcoach Claude Le Roy hatte den 28-Jährigen kurz vor Weihnachten ins vorläufige Aufgebot für den Afrika-Cup berufen, als einzigen Deutschland-Legionär neben Freiburgs Cedric Makiadi. „Es ist eine große Ehre, für mein Heimatland nominiert zu werden“, betonte Kumbela, der beim Afrika-Cup auf Stars wie Didier Drogba oder Yaya Touré hätte treffen können.

Umso bemerkenswerter, dass er der Einladung zur Nationalmannschaft trotzdem nicht folgt. „Die Ziele, die wir mit Eintracht haben, sind mir momentan wichtiger“, stellte Kumbela klar und ergänzte lachend: „Wir sind da schließlich an einer heißen Sache dran.“

Um diese heiße Sache – gemeint ist natürlich der mögliche Erstliga-Aufstieg – nicht zu gefährden, wolle er bei den Blau-Gelben „keine Sekunde verpassen“, sagte der mit zwölf Saison-Toren treffsicherste Zweitliga-Profi. „Ich will eine ordentliche Vorbereitung absolvieren.“ Diesen Plan hätte die Teilnahme am Afrika-Cup durchkreuzt.

Während Eintracht kurzfristig also auf alle Fälle mit Kumbela planen kann, ist die langfristige Zukunft immer noch ungeklärt. Der Vertrag des Stürmers läuft im Sommer bekanntlich aus. Aufgrund seiner zum Teil überragenden Leistungen in den vergangenen Wochen habe „Kumba“ natürlich Begehrlichkeiten anderer Klubs geweckt, sagte sein Berater Konstantin Liolios unsere Zeitung. Unter anderem hätten zwei Erstligisten ihre Fühler nach dem 1,72-Meter-Mann ausgestreckt.

Allerdings stellte Liolios klar: „Aufgrund der positiven Entwicklung in den letzten Jahren ist Eintracht natürlich unsere erste Adresse.“ Die ersten Gespräche mit dem Verein hätten bereits stattgefunden, diese haben sich dem Berater zufolge „sehr positiv“ gestaltet. Nicht auszuschließen also, dass es in Sachen Kumbela bald die nächste gute Nachricht für alle Eintracht-Fans gibt.

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