Eintracht in der 2. Liga zu Hause 409 Tage unbesiegt

Braunschweig  Zum Top-Spiel der 2. Fußball-Bundesliga kommt am Montagabend der seit sieben Partien unbesiegte Tabellenfünfte Union Berlin nach Braunschweig.

Die Entscheidung im Hinspiel: Marc Pfitzner verwandelt einen Handelfmeter gegen Unions Daniel Haas zum 1:0-Endstand.

Die Entscheidung im Hinspiel: Marc Pfitzner verwandelt einen Handelfmeter gegen Unions Daniel Haas zum 1:0-Endstand.

. Montagabend unter Flutlicht, vor wohl ausverkauftem Haus, Direktübertragung im Fernsehen – die Voraussetzungen stimmen für das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga, wenn Tabellenführer Eintracht Braunschweig den Fünften, den 1. FC Union Berlin, empfängt . „Ich bin froh, dass unser letztes Spiel des Jahres gegen einen Gegner ist, der wieder näher an die Aufstiegsränge rutschen kann“, sagt Torsten Lieberknecht. Bei dieser Konstellation erwartet der Eintracht-Trainer sein Team höchst konzentriert. „Meine Mannschaft soll sich noch einmal, wie bereits die ganze Saison, als extrem hungrig auf Erfolg zeigen“, fordert er.

Wenn am Montag die Berliner im Eintracht-Stadion antreten, sind die Gastgeber seit 409 Tagen und 18 Zweitligapartien auf eigenem Platz ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage in einem Punktspiel gab es für Eintracht am 4. November 2011 – mit 1:2 gegen Union. Überhaupt ist die Bilanz der Berliner im Braunschweiger Stadion großartig: Seit August 2007 verließen die Köpenicker in allen drei Spielen das Feld als Sieger. Kurios: In insgesamt 13 direkten Duellen seit 2000 in Regionalliga, 3. und 2. Liga glückte Eintracht (1:0 im Mai 2005) wie auch Union (1:0 im April 2012) lediglich je ein Heimerfolg.

„Wir wissen wirklich, wie man dort gewinnt, die Voraussetzungen sind nicht die schlechtesten“, meinte Union-Trainer Uwe Neuhaus, der die letzten drei Trainingseinheiten vor dem Top-Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhalten lässt. Torsten Lieberknecht kann seiner Mannschaft dennoch genau die Stärken der „Eisernen“, wie sie von ihren Fans genannt werden, schildern. Beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern beobachtete er Union im Stadion An der alten Försterei. Simon Terodde, Torschütze bei Eintrachts 0:1-Heimniederlage vor mehr als einem Jahr, traf gegen die Pfälzer im Doppelpack. Sieben Spiele in Folge ist Trainer Neuhaus mit seinem Team unbesiegt.

Am zweiten Spieltag hatte indes Eintracht gezeigt, wie die Berliner zu schlagen sind. Marc Pfitzners Elfmetertor bescherte den 1:0-Erfolg, drei Punkte und die Tabellenführung, die Eintracht bis zu diesem Spieltag nicht mehr abgab.

Mirko Boland wird nach überstandener Grippe ins Eintracht-Aufgebot zurückkehren, zu dem auch Deniz Dogan gehören soll, wenn er das Abschlusstraining absolvieren kann. Neuhaus muss aus der Stammelf den gesperrten Kapitän Torsten Mattuschka und Björn Joppek (Muskelfaserriss) ersetzen.

Für die Partie gab es gestern noch knapp 900 Karten. Union wird von rund 2000 Anhängern begleitet.

Eintracht – Union, Mo., 20.15 Uhr/Sport 1

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