Boland jubelte vor dem TV, als habe er selbst getroffen

Braunschweig  Eintracht-Profi verpasste das Spiel in Köln wegen einer Grippe. Montag gegen Union Berlin will der Mittelfeld-Akteur wieder mit von der Partie sein.

Am Donnerstag will Mirko Boland wieder ins Training einsteigen.

Foto: Stefan Puchner/dpa

Am Donnerstag will Mirko Boland wieder ins Training einsteigen. Foto: Stefan Puchner/dpa

Zuhause, eingemurmelt in eine Decke, sagt Mirko Boland, habe er am Montag vor dem Fernseher gesessen und seinen Mitspielern die Daumen gedrückt. Wegen einer Grippe hatte der Eintracht-Profi das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Endstand 2:2) verpasst.

Mirko, haben Sie den Fernseher in der 88. Minute, als Köln in Führung ging, abgeschaltet?

(lacht) Nee, das nicht. Aber ich habe schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Im ersten Moment denkt man schon: Jetzt sind die Punkte weg. Das wäre echt bitter gewesen. Ich habe dann nur noch gebetet, dass die Jungs noch einmal zurückkommen.

Das ist dann tatsächlich auch geschehen. Wie sah Ihre Reaktion aus, als Ermin Bicakcic den Ball zum Ausgleich über die Linie gestochert hat?

Ich bin von der Couch aufgesprungen und habe gejubelt, als hätte ich selbst ein Tor erzielt. Ich habe den Jungs dann gleich nach Spielende SMS geschrieben und gratuliert. Die Moral, nach so einem Rückschlag zurückzukommen, zeichnet unsere Mannschaft eben aus.

Bei aller Freude über das späte Unentschieden: Wie bitter war es für Sie, ausgerechnet das Spiel in Köln wegen Grippe zu verpassen?

Das tat schon weh. Das Spiel wäre für mich etwas ganz Besonderes gewesen, schließlich stand ich früher als kleiner Junge beim FC in der Kurve. Aber irgendwie ist es diese Saison wie verhext: Das Spiel gegen meinen Ex-Klub Duisburg habe ich ja wegen einer Verletzung auch schon verpasst.

Sind Sie denn nächsten Montag gegen Union Berlin wieder mit von der Partie?

Das will ich stark hoffen. Mir geht es schon wieder viel besser, am Donnerstag möchte ich wieder ins Training einsteigen.

Nach dem Union-Spiel geht es in die Winterpause. Freuen Sie sich drauf–oder würden Sie lieber ohne Unterbrechung weiterspielen?

Die meisten von uns freuen sich drauf, mal ein paar Tage durchschnaufen und zu ihren Familien fahren zu können. Da kommt man ja während der Saison nicht so oft zu.

Haben Sie denn nicht Angst, dass Sie nach der Winterpause möglicherweise nicht mehr an die guten Leistungen der vergangenen Monate anknüpfen können?

Nee, absolut nicht. Wir haben doch in den letzten Monaten gezeigt, was wir können. Ich wüsste nicht, warum sich daran im neuen Jahr etwas ändern sollte.

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