Eintracht muss gegen Cottbus die langen Kerle stoppen

Braunschweig  Nächstes Spitzenspiel für Eintracht Braunschweig in der zweiten Fußball-Bundesliga und die große Frage: Hält die Erfolgsserie des Überraschungsteams?

Dennis Kruppke (Mitte) und Damir Vrancic (links), hier im März gegen Energie, müssen sich gegen Uwe Hünemeier behaupten.

Foto: Mottl/Regios24

Dennis Kruppke (Mitte) und Damir Vrancic (links), hier im März gegen Energie, müssen sich gegen Uwe Hünemeier behaupten. Foto: Mottl/Regios24

Am Sonnabend muss der Tabellenführer beim Verfolger FC Energie Cottbus antreten. Und alle schauen auf die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, die nach 14 Spieltagen noch immer unbezwungen ist und mit fünf Punkten Vorsprung auf Hertha BSC, den Tabellenzweiten, die Liga anführt.

Cottbus ist als Vierter bereits neun Zähler in Rückstand. „Als Erster Braunschweig zu schlagen, ist ein großer Anreiz“, sagte in dieser Woche Energie-Trainer Rudi Bommer. Kollege Lieberknecht glaubt zu wissen, was ihn und seine Mannschaft erwartet. „Wir spielen zwar im Stadion der Freundschaft, aber wir werden dort wohl nicht freundschaftlich empfangen. Dort wird uns ein rauer Wind entgegen schlagen“, befürchtet er. Enges Stadion, heiße Atmosphäre – die Jagd auf den Spitzenreiter kann ein heißer Tanz werden. 1200 Eintracht-Fans werden ihre Mannschaft dabei im Stadion unterstützen.

„Wir werden gut vorbereitet sein. Und mein Optimismus ist groß, dass wir etwas mitnehmen“, stellt der Eintracht-Trainer fest. Und er erinnert an die vergangene Saison, als seine Mannschaft im März bei Energie zu einem 1:1 kam. „Da haben wir ein gutes Spiel gemacht“, bemerkt er.

Die Partie beim FC Energie sei für Eintracht eine große Herausforderung. Schließlich zählt Cottbus für Lieberknecht zu den spielerisch stärksten Teams der Liga. „Sie spielen mit viel Verstand“, beschreibt der 39-Jährige die Erkenntnisse, die das Trainerteam aus drei Spielbeobachtungen und diversen DVD-Studien gewonnen hat. Besonders auffällig sei in den beobachteten Spielen die Lufthoheit gewesen, die sich die Angreifer Boubacar Sanogo (bisher 8 Tore) und Marco Stiepermann (2 Tore) erkämpft hätten. Überhaupt zeichnet sich die Cottbuser Mannschaft durch starke Physis aus. Mit den beiden Spitzen Stiepermann (1,90 Meter) und Sanogo (1,87) sowie den Defensivspieler Uwe Hünemeier (1,89), Uwe Möhrle (1,88), Alexander Bittrof (1,86) sowie Ivica Banovic (1,86) räumen gleich sechs lange Kerle in der Luft ab.

Vor allem bei Standards wird Eintracht da aufmerksam sein müssen. Beim 3:0-Erfolg gegen Ingolstadt waren Ermin Bicakcic und Ken Reichel mit jeweils 1,85 Metern die „größten“ Eintracht-Spieler in der Startelf.

„Wir haben uns etwas einfallen lassen“, verrät Lieberknecht und spricht von einem „guten Defensivplan“ . Wie der aussehen wird, blieb Donnerstag noch geheim. Mit Benjamin Kessel, Chengdong Zhang und Pierre Merkel hat der Eintracht-Coach drei groß gewachsene Männer in der Hinterhand. 19 Spieler werden nach dem Abschlusstraining am Freitag mit nach Cottbus fahren. Nicht mitwirken wird dort Orhan Ademi. Der Angreifer meldete sich mit einem grippalen Infekt krank. Ebenfalls nicht im Kader stehen Matthias Henn, Oliver Petersch, Emre Turan und Jan Washausen sowie die langzeitverletzten Marcel Correia, Kevin Kratz und Björn Kluft.

•Energie Cottbus – Eintracht, Sonnabend 13 Uhr.

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