Eintracht hat sich die Favoritenrolle verdient

Braunschweig  Zum Topspiel der zweiten Fußball-Bundesliga erwartet Spitzenreiter Eintracht Braunschweig den Tabellenfünften und Verfolger FC Ingolstadt.

Deniz Dogan (links), hier im Duell mit Deniz Yilmaz im Spiel gegen Paderborn Ende August, kehrt nach Verletzungspause zurück.  

Foto: Mottl/regios24

Deniz Dogan (links), hier im Duell mit Deniz Yilmaz im Spiel gegen Paderborn Ende August, kehrt nach Verletzungspause zurück.   Foto: Mottl/regios24

Der Tabellenführer bekommt von der Konkurrenz die Favoritenrolle zugeschanzt. „Das ist zu Recht so“, stellt Torsten Lieberknecht fest. Der Trainer von Eintracht Braunschweig sieht darin die verdiente Anerkennung der eigenen Leistungen in der 2. Fußball-Bundesliga. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Tomas Oral, Trainer des FC Ingolstadt, vor der Partie an diesem Sonnabend im Eintracht-Stadion den Ball verbal flach hält. „Es ist klar, dass wir nicht der Favorit sind. Wir wollen unserem Ziel näherkommen. Aber wir wollen dort punkten“, erklärt er. Das Erreichen der 40-Punkte-Marke ist zunächst das erklärte Ziel des seit sechs Spieltagen unbesiegten Tabellenfünften, der auswärts in dieser Saison in der Liga noch unbezwungen ist.

Lieberknecht verweist seinerseits auf das „große Potenzial“, das der FCI hat. „Wer deren Weg verfolgt, hat gesehen, dass sie ihre Möglichkeiten haben“, sagt der Eintracht-Trainer. Zumindest vom Etat muss sich der Klub, dank der Unterstützung von Audi, nicht verstecken. 16 Millionen Euro, so der heimische Donaukurier, beträgt das Budget. Für 2014 oder 2015 ist der Aufstieg in die Bundesliga als Ziel ausgegeben worden. Dafür haben die Ingolstädter hochkarätiges Personal verpflichtet. Sportdirektor ist seit fast genau einem Jahr Ex-Nationalspieler Thomas Linke, der für Schalke und Bayern München 340 Bundesligapartien absolvierte. Im Sommer verpflichtete Linke zehn neue Spieler, darunter die Erstligaerfahrenen Andre Mijatovic, Christian Eigler Ümit Korkmaz, Pascal Groß sowie den zuvor ausgeliehenen Caiuby aus Wolfsburg. Mit Ralph Gunesch, Marvin Matip, Danny da Costa, Stefan Leitl oder Andreas Görlitz stehen weitere namhafte, erstligaerprobte Fußballer im Kader von Trainer Oral. Und der legte die 500 Kilometer-Anreise schon erstligareif zurück, landete am Freitagnachmittag mit dem Flugzeug in Braunschweig-Waggum.

„Deren Ausrichtung ist ganz klar die erste Liga“, weiß Lieberknecht. Klar ist allerdings auch, dass sich Eintracht nach dem bisher famosen Saisonverlauf nicht verstecken muss. Zumal sich Deniz Dogan nach seinen Adduktorenbeschwerden auch im Abschlusstraining auf dem Platz topfit präsentierte und seinen Platz in der Innenverteidigung wohl wieder einnehmen wird. Lieberknecht nominierte nach 19 Spieler. „Ich bin noch unschlüssig über die taktische Ausrichtung“, begründete er die Maßnahme.

•Eintracht – Ingolstadt, Sonnabend 13 Uhr, Eintracht-Stadion.

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