Hinter Dogans Einsatz steht ein großes Fragezeichen

Braunschweig  Muss Eintracht Braunschweig nach den Ausfällen von Kevin Kratz und Marcel Correia im Zweitligaspiel in Aue den dritten Stammspieler ersetzen?

Die Abwehr bereitet Trainer Torsten Lieberknecht Sorgen. Nicht sportlich, da stellt Zweitligist Eintracht Braunschweig mit nur fünf Gegentreffern das Bollwerk der Liga, sondern personell. Nach Marcel Correia, der sich im Pokalspiel gegen den SC Freiburg einen Innenbandanriss im Knie zugezogen hatte, und von Steffen Bohl seither trefflich vertreten wird, droht für das Gastspiel beim FC Erzgebirge Aue ein weiterer Ausfall. „Hinter dem Einsatz von Deniz Dogan steht ein ganz dickes Fragezeichen“, erklärte Lieberknecht gestern. Der Innenverteidiger musste in dieser Woche wegen Adduktorenbeschwerden mit dem Training aussetzen. „Es sieht nicht rosig aus. Aber wir versuchen alles, damit es vielleicht doch noch klappt“, sagte der 33-Jährige gestern.

In der Partie gegen Sandhausen war Dogan nach einer Richtungsänderung ausgerutscht und hatte sofort ein Ziehen in der Leistengegend verspürt. „Ich habe dann bis zum Ende durchgehalten, aber man darf solch eine Verletzung nicht unterschätzen“, sagt Dogan. Am Wochenende hatte er sich in Mainz einer eingehenden Untersuchung unterzogen.

Lieberknecht spielte bereits in Gedanken die Möglichkeiten durch, die ihm bleiben, sollte Dogan das heutige Abschlusstraining nicht mitmachen können. Benjamin Kessel, der nur in der ersten Partie der Saison gegen Köln in den Schlussminuten auf dem Feld stand, und Emre Turan, der insgesamt gerade drei Minuten in der 2. Liga gespielt hat, nennt der Eintracht-Trainer als Alternativen. Eine weitere: Linksverteidiger Ken Reichel rückt nach innen und Mirko Boland übernimmt dessen Position. Noch keine Optionen sind Jan Washausen, der über eine Muskelverhärtung im Oberschenkel klagt und Matthias Henn, der fast ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.

Lieberknecht, der Aue am Montag bei der 1:4-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern beobachtete, erwartet eine „hoch aggressive Mannschaft“ als Kontrahenten. Sein Team müsse sich wappnen, um sich der großen körperlichen Kampfkraft der Gastgeber zu erwehren. „Wir müssen unser Spiel durchdrücken, sagt er.

Fakten

Aue – Eintracht, Freitag 18 Uhr.

Rund 500 Eintracht-Fans werden die Braunschweiger Profis im Erzgebirgestadion in Aue unterstützen.

•In sechs Zweitligapartien standen sich Eintracht und Aue bisher gegenüber dabei kam jeder Verein zu zwei Siegen, die beiden Spiele in der vergangenen Saison endeten jeweils 1:1.

•Die deutsche Fußball-Liga hat den 19. Spieltag der 2. Liga terminiert. Eintracht empfängt am Montag, 17. Dezember, 20.15 Uhr, Union Berlin. Das Spiel wird direkt bei Sport 1 übertragen.

•Karten für das Heimspiel gegen St. Pauli (28. November, 17.30 Uhr) sind von Freitag, 9. November, an erhältlich. Eintracht hat bisher 13 000 Saisontickets verkauft.

Wichtiger Hinweis: Wegen eines Versehens von Vereins-Seite aus haben wir zunächst fälschlicherweise gemeldet, der Ticketverkauf für das Spiel gegen St. Pauli beginne bereits am Donnerstag, 8. November. Richtig ist: Der Verkauf beginnt erst am Freitag, 9. November! Wir haben daher den Text korrigiert.

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