Eintracht muss Dresdens Fixpunkt Poté festsetzen

Braunschweig  Die Abwehr von Eintracht Braunschweig gilt als das Bollwerk der 2. Fußball-Bundesliga. Nur drei Gegentreffer ließ die Mannschaft bisher zu

Wuchtig: Dynamos Mikael Poté (rechts), hier im Spiel am 7. April in Dresden, köpft auf das Tor von Daniel Davari.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Wuchtig: Dynamos Mikael Poté (rechts), hier im Spiel am 7. April in Dresden, köpft auf das Tor von Daniel Davari. Foto: Joachim Mottl/regios24

Je einmal trafen in den neun absolvierten Ligaspielen Paderborn, München 1860 und Kaiserslautern gegen die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht.An diesem Sonnabend wird die beste Defensive der Liga ihre Klasse einmal mehr unter Beweis stellen müssen. Denn mit dem in Frankreich geborenen Mickael Poté kommt eine große Herausforderung auf die Innenverteidiger Deniz Dogan und Ermin Bicakcic zu. Und ein alter Bekannter. Denn in der vergangenen Saison, der ersten des beninischfranzösischen Stürmers in Deutschland, der vor Dresden als Karrierestationen Nizza und Le Mans ausweist, hatte Poté beim 2:2 in Dresden beide Treffer gegen Eintracht erzielt. Ihn auszuschalten, gilt als ein Grundstein zum Erfolg. Schließlich will Eintracht die Serie ausbauen und auch im zehnten Saisonspiel ungeschlagen bleiben.

„Er ist der Fixpunkt im Dresdener Spiel“, schildert Torsten Lieberknecht seine Erkenntnisse aus der Dynamo-Analyse. Der Torjäger, der in 36 Zweitligaspielen 17 Treffer – fünf in dieser Saison – für die Elf von Trainer Ralf Loose markierte, gilt als einer der besten Stürmer der Liga. Exzellentes Kopfballspiel, so Lieberknecht, und großes Durchsetzungsvermögen im Strafraum zeichnen den 28-Jährigen aus.

So ist auch die Taktik der Dresdener weitgehend auf Poté abgestellt: Viele hohe Bälle, bei Standardsituationen und schon in der Spieleröffnung, die dann vom Stürmer verlängert oder abgelegt werden. Ein Strickmuster, das die Eintracht-Spieler nur allzu gut kennen. Ungern werden sie sich an die 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen Dresden erinnern. Denn da hatte Robert Koch nach einer Poté-Kopfballvorlage das 0:1 erzielt.

„Da hat er hohe Qualität. Im Sechzehner geht er mit ungeheuerer Vehemenz in die Bälle“, beschreibt Lieberknecht die Spielweise des Angreifers, der für Benin zehn A-Länderspiele absolvierte.

Nicht von ungefähr hätten die Erstliga-Aufsteiger Fürth und Frankfurt in der Sommerpause den 1,80-Meter-Mann umworben. Lieberknecht nahm am Freitag 19 Spieler mit nach Dresden, von denen einer auf der Tribüne Platz nehmen wird. „Ich überlege noch, wie ich die Bank für die Offensive besetze“, nennt der Eintracht-Trainer seine Beweggründe.

In Braunschweig zurück blieben Randy Edwini-Bonsu, Benjamin Kessel, Emre Turan, Jan Washausen und Damir Vrancic.

•Dynamo Dresden – Eintracht Braunschweig, Sonnabend 13 Uhr

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