Eintracht setzt auf dem Betzenberg ein Ausrufezeichen

Kaiserslautern  Mit dem 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern setzt Eintracht Braunschweig die Erfolgsserie fort. Nach acht Spieltagen ist die Mannschaft weiter unbesiegt und steht an der Tabellenspitze.

Klar war schon vor dem Spiel beim 1. FC Kaiserslautern, dass Eintracht Braunschweig den Betzenberg als Tabellenführer der zweiten Fußball-Bundesliga verlassen würde. Dass die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht ihren Vorsprung auf Rang zwei auf drei Punkte ausbauen würde, durfte allenfalls gehofft werden.

Mit dem 1:1 (0:1) beim Bundesligaabsteiger und selbsternannten Aufstiegskandidaten 1. FC Kaiserslautern setzten die Braunschweiger vor 33.025 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion ein weiteres Ausrufezeichen in der noch jungen Saison. Mit einer kämpferisch einwandfreien und spielerisch reifen Leistung verdiente sich die Lieberknecht-Elf den Punkt beim FCK und hat nach acht Spieltagen bereits 20 Zähler eingesammelt.

Florian Dick hatte die Gastgeber nach 24 Minuten mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung geschossen. Der eingewechselte Orhan Ademi sorgte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nach feiner Einzelleistung für die insgesamt verdiente Punkteteilung.

Eintracht begann in Kaiserslautern wieder mit den zuletzt fehlenden Mirko Boland und Kevin Kratz im Mittelfeld. Zudem beorderte Lieberknecht erstmals den chinesischen Neuzugang Chengdong Zhang in die Anfangsformation. „Er war einfach einmal dran, von Beginn an zu spielen“, sagte Lieberknecht zu der etwas überraschenden Personalie.

Eintracht startete sehr engagiert und offensiv ausgerichtet in die 90 Minuten, beherrschte das Geschehen und ließ Kaiserslautern kaum einmal gefährlich vor das Tor von Schlussmann Daniel Davari kommen.

Umso überraschender fiel dann die die Führung des FCK. Ermin Bicakcic brachte im Zweikampf Kaiserslauterns Torjäger Mohamadou Idrissou zu Fall. Den Freistoß setzte Florian Dick aus 18 Metern Torentfernung in den Winkel. Davari war chancenlos. „Wichtig war, dass wir nach dem Treffer nicht aus dem Tritt gekommen sind, sondern weiter nach vorne gespielt haben“, stellt Dennis Kruppke fest. Der Eintracht-Kapitän hatte kurz vor der Pause frei vor Torhüter Tobias Sippel eine große Chance zum Ausgleich. Zehn Minuten zuvor (33.) hatte Boland das FCK-Tor denkbar knapp verfehlt.

Nach dem Wechsel schien Kaiserslautern darauf bedacht, den Vorsprung zu verwalten. Bis zu Ademis großem Auftritt mit dem folgenden Ausgleich plätscherte die Partie dahin.

Dann aber war noch einmal Feuer im Spiel. So musste Davari bei Dicks Kopfball mit Glanzparade retten und lenkte den Ball an den Pfosten. In den letzten zehn Minuten lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch mit offenem Visier. Unrühmlicher Höhepunkt war dabei das böse Foul des eingewechselten Florian Riedel gegen Eintrachts Marc Pfitzner. Der Lauterer sah zu Recht Rot.

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