3:0 gegen Duisburg – Pfitzner bricht den Bann

Braunschweig  Mit einem furiosen Endspurt hat Eintracht Braunschweig die Tabellenführung in der 2. Liga verteidigt. Beim 3:0 (0:0)-Sieg gegen den MSV Duisburg fielen die drei Tore innerhalb von wenigen Minuten.

Was für eine Geschichte! 81 Minuten lang war Gianluca Korte und Marc Pfitzner nur wenig gelungen, die Partie drohte vor 19.115 Zuschauern torlos auszuplätschern, da stellte das Duo wie aus dem Nichts die Weichen auf Sieg. Korte dribbelte sich auf links durch, flankte wunderbar weit auf den zweiten Pfosten, und Pfitzner lochte mutterseelenallein und ruhig ein. 1:0 – der Bann war gebrochen. Endlich.

Schlusslicht Duisburg brach jetzt völlig auseinander, und Pierre Merkel (84.) mit seiner ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung und Kapitän Dennis Kruppke, der das 2:0 mustergültig vorbereitet hatte, erhöhten zum Endstand (87.).

3:0 (0:0) gegen den MSV Duisburg – damit haben die Löwen die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet und fahren am Sonntag mit breiter Brust auf den Betzenberg nach Kaiserslautern.

„Wir wollten von Beginn an hohes Tempo gehen und am Ende der Partie unsere physische Überlegenheit ausspielen. Das ist uns gelungen“, bilanzierte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, dass sie nach diesem leidenschaftlichen und kräftezehrenden Spiel am Sonntag in München heute diesen Sieg erzwungen hat. Ich habe schon immer gesagt, dass auch die Bank mitentscheidend ist, und das hat sich heute bewahrheitet.“

Sein Duisburger Kollege Kosta Runjaic haderte mit dem Schicksal. „81 Minuten lang ist unser Plan aufgegangen, standen wir stabil und waren zweikampfstark. Dann sind uns dumme Fehler unterlaufen.“

Ende gut, alles gut. Das, was die Eintracht in den ersten 81 Minuten geboten hatte, ließ nichts von dem späteren 3:0 erahnen. Viel zu viele Fehler und zu wenige Ideen – die Löwen machten sich das Leben selbst schwer, Nervosität fraß sich wie ein Virus in alle Aktionen.

Eintracht bekam in der ersten Halbzeit nie wirklich Zugriff auf den von Beginn an auf ein Remis spielenden Gegner. Von hohem Tempo und frühem Angreifen wie am Sonntag bei 1860 München war vor der Pause wenig zu sehen. Duisburg hatte immer wieder genug Zeit sich zu ordnen.

Das Fehlen der beiden Stammkräfte Kevin Kratz (grippaler Infekt) und Mirko Boland (Achillessehnenreizung) war deutlich zu spüren. „Steht auf, wenn ihr Löwen seid“, sangen die Fans schon nach 25 Minuten Spielzeit. Doch als Mutmacher und Wecker wirkte das nicht, auch nicht der tolle Freistoß aus halblinker Position von Kapitän Dennis Kruppke, der ganz knapp am Duisburger Gehäuse vorbeizischte.

Im Gegenteil. Die Gäste fassten Selbstvertrauen und kamen zu zwei klaren Chancen. Daniel Davari im Eintracht-Tor war es zu verdanken, dass das 0:0 zur Pause stand. „Wir haben verdient gewonnen“, bilanzierte Lieberknecht.

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