Mirko Boland will sich gegen Ex-Klub kräftig reinhängen

Braunschweig  Spitzenreiter erwartet Tabellenletzten – die Favoritenrolle ist unstrittig vergeben. Aber Eintracht-Trainer Lieberknecht warnt eindringlich vorm MSV.

Streckt sich: Mirko Boland, hier im Trainingslager.

Foto: regios24/Mottl

Streckt sich: Mirko Boland, hier im Trainingslager. Foto: regios24/Mottl

Fünf Jahre lang, von seinem 17. Lebensjahr an, spielte er für den MSV Duisburg. Dort unterschreib er seinen ersten Vertrag als Fußballprofi. Und dennoch sagt Mirko Boland, dass die Partie gegen die „Zebras“ – so werden die MSV-Spieler wegen ihrer gestreiften Trikots genannt – ein Spiel wie jedes andere sei. Heute Abend trifft der 25-Jährige mit Tabellenführer Eintracht Braunschweig in der Zweitligapartie auf den MSV, derzeit mit einem Zähler Tabellenletzter.

„Außer Ivica Grlic kenne ich gar keinen mehr beim MSV“, sagt Boland. Grilic, mittlerweile Sportdirektor, war einer der Topspieler der Duisburger, als Boland 2008 aus der Reserve in den Profikader rückte. Zum Training und zu den Spielen fuhr er aus seiner 60 Kilometer entfernten Heimatstadt Rees nach Duisburg.

„Ich habe ja kein Spiel für die Erste der Duisburger gemacht“, sagt Boland, der im Januar 2009 von Trainer Torsten Lieberknecht nach Braunschweig geholt wurde. „Ich bin hier heimisch geworden und fühle mich sehr, sehr wohl“, betont der Mittelfeldspieler. Dazu trug gewiss bei, dass sich Eintracht in den vergangenen Jahren sportlich rasant entwickelte. Auch deshalb verlängerte Boland seinen Vertrag vor einem Jahr vorzeitig bis 2014.

Spieler vom Typ Mirko Bolands, lauf- und kampfstark, schnell, technisch beschlagen und selbstbewusst, will Trainer Torsten Lieberknecht heute Abend in der Partie gegen Duisburg auf dem Feld sehen. Keineswegs, so der Eintracht-Coach, sollte der MSV am derzeitigen Tabellenplatz gemessen werden. „Wenn man sieht, welche Qualität dort auf der Bank sitzt, fällt man vom Glauben ab“, betont Lieberknecht angesichts des Reservistendaseins von Antonio da Silva, der in der vergangenen Saison noch für Borussia Dortmund in der Champions League auflief.

„Ich erwarte ein hitzige Duell mit vielen Zweikämpfen. Für Duisburg geht es schon um sehr viel“, erklärt Lieberknecht. Schon nach dem vierten Spieltag und vier Niederlagen hatten sich die Duisburger von Trainer Oliver Reck getrennt und vor zwei Wochen Kosta Runjaic als neuer Chefcoach verpflichtet.

Lieberknechts Rezept gegen die Duisburger, die am vergangenen Spieltag beim 0:0 gegen Bochum ihren ersten Punkt ergatterten: Tempofußball. Boland und Co sollen dem Gegner richtig einheizen. „Von Anfang an mit 220er-Puls am Anschlag“, sagt er.

•Eintracht – Duisburg, heute 17.30 Uhr, Karten an der Tageskasse

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