Lübecks Rasentrick ging nicht auf

Braunschweig  . Die erste Runde im DFB-Pokal lief mit dem Auswärtssieg wie nach Wunsch für die Profis von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig.

Eintrachts: Kevin Kratz (links) trifft zum 0:1 gegen Lübeck, Dennis Kruppke (Mitte) beobachtet die Szene.

Foto: Christian Charisius/dpa

Eintrachts: Kevin Kratz (links) trifft zum 0:1 gegen Lübeck, Dennis Kruppke (Mitte) beobachtet die Szene. Foto: Christian Charisius/dpa

Souveräner 3:0-Sieg zum Auftakt am Freitagabend in Lübeck, Auslaufen am Samstag und frei am Sonntag, dem heißesten Tag des Jahres„Wir können froh sein, dass wir bereits am Freitagabend spielen mussten, angesichts der großen Hitze“, sagt Chefcoach Torsten Lieberknecht am Sonntagnachmittag. Da war er zusammen mit seinem Co-Trainer Darius Scholtysik unterwegs zum Pokalderby zwischen Drittligist Arminia Bielefeld und dem SC Paderborn, der am Freitagabend nächster Gast im Eintracht-Stadion im Zweitligaspiel ist.

Noch zwei Tage nach dem 3:0-Erfolg in Lübeck freute sich Lieberknecht über die Art und Weise, in der seine Mannschaft den Viertligisten beherrscht hatte. Kevin Kratz (13./68.) und Mirko Boland (67.) hatten mit ihren Toren für den hoch verdienten Sieg gesorgt.

„Wir haben aus der taktischen Grundordnung im 4-1-4-1-System gut gespielt. Wir hatten gute Tempowechsel drin und haben mit dem Tempo gespielt. Damit kam der Gegner nicht zurecht“, analysierte Lieberknecht. Und ein wenig wurde er an das Erstrundenspiel gegen Bayern München vor einem Jahr erinnert. „Damals haben viele gesagt, wir hätten keinen echten Pokalfight gezeigt, aber wir kamen gar nicht dazu, kernige Zweikämpfe zu führen. Die Bayern haben uns keine Möglichkeiten dafür gegeben“, erinnert sich der Eintracht-Trainer. Und eben diese Erfahrung hätten am Freitagabend die VfB-Spieler gegen sein Team machen müssen. Die Lübecker liefen zumeist nur hinterher.

Auch vom Lübecker „Rasentrick“ ließen sich die in allen Belangen überlegenen Braunschweiger nicht aufhalten. „Die Jungs haben schon geguckt und zuerst ein ungutes Gefühl gehabt, als sie den Rasen betraten“, schildert Lieberknecht. Der VfB habe wohl gehofft, das Kombinationsspiel der Braunschweiger verhindern zu können, mutmaßte der 39-Jährige. Dass der VfB das Grün im Stadion an der Lohmühle bewusst nicht gemäht hatte, habe Eintracht aber nicht thematisieren wollen. Über den hohen Rasen hatte sich zuvor auch schon BundesligaSchiedsrichter Deniz Aytekin gewundert („Haben die Lübecker keinen Rasenmäher?“ ).

Stoppen ließen sich die Eintracht-Spieler von dieser kleinen Unsportlichkeit indes nicht. Besonders gefreut haben dürfte sich über den Zu-Null-Erfolg und das Weiterkommen im Pokal Torhüter Marjan Petkovic. Denn er wird am 30./31. Oktober in der 2. Hauptrunde erneut zwischen den Pfosten stehen. „Das ist so abgesprochen“, stellte Lieberknecht fest. Grund zur Freude hatten zudem zwei weitere Eintracht-Spieler. Nach dem Spiel durften Deniz Dogan und Dennis Kruppke das Wochenende in Lübeck bleiben. Beide stammen aus der Hansestadt und besuchten ihre Familien.

•Ein Freundschaftsspiel bestreitet Eintracht am 28. August beim Kreisklassenteam der SpVgg Wacker Braunschweig. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr auf dem Jahnplatz.

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