Insektenstich war die Ursache für Beschwerden

Braunschweig  Der 23 Jahre alte Eintracht-Spieler Oliver Petersch litt unter den Folgen eines Insektenstichs. Jetzt geht es endlich wieder aufwärts.

Es geht voran: Oliver Petersch belastet das Knie, beobachtet von Jürgen Rische.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Es geht voran: Oliver Petersch belastet das Knie, beobachtet von Jürgen Rische. Foto: Joachim Mottl/regios24

Das Lachen ist zurück. Die vergangenen Tage waren wahrlich nicht leicht für Oliver Petersch. Doch seit dem Wochenende schaut der 23 Jahre alte Außenbahnspieler wieder ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft bei Zweitligist Eintracht Braunschweig.

Nachdem Petersch in der vergangenen Spielzeit fast drei Monate wegen verschiedener Blessuren – unter anderem zwangen ihn Adduktorenprobleme zu einer Pause – gefehlt hatte, galt seine ganze Konzentration der neuen Saison. Mit Reha-Trainer Jürgen Rische hatte Petersch schon vor dem offiziellen Trainingsbeginn mit der Vorbereitung begonnen.

Doch zuletzt fühlte er sich schlapp, hatte Schmerzen im Knie, hatte Schweißattacken und zeigte Grippesymptome. Im Trainingslager in Österreich schwoll das Knie dann nach den ersten Belastungen bedrohlich an. „Wie ein Ballon“, beschreibt Petersch. An Fußball oder Sport war nicht zu denken.

„Er kam perfekt vorbereitet. Es war keinen Trainingsunfall vorausgegangen. Es war keine Verletzung feststellbar“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Frank Maier. Die Ursachenforschung, woher die Entzündung im Knie kommen könne, begann. Maier und Physiotherapeut Thorsten Taenzer spielten viele Möglichkeiten durch, sprachen mit dem früheren Oberhausener, der im Sommer 2011 nach Braunschweig gekommen war. Und Petersch, der seinen Urlaub im Mai in den USA, unter anderem in den Everglades, dem tropischen Marschland, in Florida, verbracht hatte, räumte ein, dort von einem Insekt gestochen worden zu sein. Über „alte Studienkontakte“, so Maier, vermittelte der Eintracht-Arzt kurzfristig einen Termin in der Virologie des Uni-Klinikums Innsbruck. „Die Ergebnisse der Blutuntersuchung und die Symptomatik der der Entzündung ermöglichte uns, gezielt Schritte einzuleiten“, schildert Maier. Die Spritzenbehandlung schlug an.

Am Freitag setzte sich Petersch erstmals wieder auf Fahrrad und spulte ein Trainingsprogramm ab. Am Sonnabend folgte eine lockere Laufeinheit. Gestern arbeitete Petersch eine Stunde lang mit Reha-Trainer Rische auf dem Platz. Der strömende Regen, der dabei auf ihn herniederprasselte, schien dem jungen Mann, der aus er Jugendabteilung von Bayer Leverkusen hervorging, überhaupt nichts auszumachen. „Das vergangenen Jahr war für mich eines mit Höhen und Tiefen. Ich nehme für mein zweites Jahr bei Eintracht viel mit. Ich weiß, wie meine Aufgabe in Zukunft ist und ich hoffe, zeitnah ins Mannschaftstraining einsteigen zu können“, stellt Oliver Petersch fest. Und dann gings er mit dem Mountaibike zurück ins Hotel – zufrieden lächelnd.

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