Stürmer Pierre Merkel behält sein Ziel fest im Auge

Braunschweig  Er hat den Sprung von der fünften in die 2. Fußball-Bundesliga gemacht. Neun Saisoneinsätze, ein Tor – so viel hatte er gar nicht erwartet.

Pierre Merkel, hier im Spiel bei Union Berlin, hat den Sprung in die zweite Liga geschafft.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Pierre Merkel, hier im Spiel bei Union Berlin, hat den Sprung in die zweite Liga geschafft. Foto: Joachim Mottl/regios24

.Elf Uhr, Trainingsgelände der Braunschweiger Eintracht. Der Zweitligist bereitet sich auf das Auswärtsspiel am Sonntag beim VfL Bochum vor. Den Abschluss der eineinhalbstündigen Übungseinheit bildet eine Spielform, in der es darum geht, den Ball direkt zum Nebenmann weiterzuspielen. Ein Kontakt und ab. Die unüberhörbare Bilanz: Das Team, das verliert, muss ein Ständchen bringen, die Sieger hören zu.

Pierre Merkel gehört an diesem Donnerstagmorgen zweimal zu den Sängern. „Das Lied, das angestimmt wird, darf sich das Verlierer-Team selbst aussuchen – wenigstens etwas“, sagt der lange Angreifer lächelnd.

„Wir wollen die noch ausstehenden beiden Spiele natürlich gewinnen“, sagt der 1,90 m große Spieler, der am Mittwoch seinen 23. Geburtstag feierte. „Es war keine große Feier, schließlich war heute ja um zehn Uhr Training“, sagt der Mann mit der Nummer 21. Schnell noch Bayerns Elfmeter-Triumph gesehen und dann ab in die Federn.

Mit der Saison ist Merkel rundherum zufrieden – was das Team angeht und auch seine eigene Bilanz. „Ich habe neun Zweitligaspiele gemacht, ein Tor erzielt. Das habe ich vor der Saison nicht erwartet“, sagt der Lange, der vor Saisonbeginn vom SC Idar-Oberstein zur Eintracht kam. Aus der Oberliga in die zweite Liga – was für ein Sprung. 15 Torschüsse in 232 Spielminuten, klar, dass Merkel das ausbauen will und auf weitere Einsätze hofft. „Das entscheidet der Trainer, ich kann mich nur in jedem Training anbieten“, sagt der 23-Jährige.

Dass es bei ihm und der Eintracht mit dem Toreschießen nicht ganz so klappt wie erhofft, macht ihm kein Kopfzerbrechen. „Als Stürmer muss man Geduld haben, ruhig bleiben und sein Ziel nie aus den Augen verlieren.“

Dass er in der zweiten Liga weiter Fuß fasst und die Mannschaft diese grandiose Saison wieder holt – das wünscht er sich. Und am Sonntag beim VfL Bochum soll nach 90 Minuten der Gastgeber singen – weil er verloren hat. Wie im Training.

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