Eintracht verliert bei Union Berlin mit 0:1

Berlin  Die Serie ist gerissen. Nach zehn Spielen ohne Niederlage hat es Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig Freitagabend erstmals seit dem 5. Februar wieder erwischt. Bei Union Berlin verloren die Löwen mit 0:1 (0:1).

Eintracht kam in der ersten Halbzeit nicht aus der Rolle des Reagierenden heraus. Zum einen erzeugte Gastgeber Union durch enormes Laufpensum und schnelle Pässe großen Druck und drängte die Löwen fast vollständig in die eigene Hälfte zurück. Vorrangig ging es über Eintrachts rechte Abwehrseite, wo Julius Reinhardt als Außenverteidiger agierte.

Zum anderen zwangen zwei Verletzungen Trainer Lieberknecht früh, seinen taktischen Plan zu ändern. Schon nach 16 Minuten musste Torjäger Domi Kumbela vom Platz – muskuläre Probleme hinderten den Stürmer weiterzumachen.

Nach 33 Minuten war der Arbeitstag dann auch für den zuletzt überragenden Innenverteidiger Ermin Bicakcic zu Ende. Bei einer Rettungsaktion in letzter Sekunde hatte er einen Schlag auf die Hüfte bekommen.

Diese Verletzung mag auch der Grund gewesen sein, warum er sich beim 0:1 durch Simon Terodde mit einer Körpertäuschung austanzen ließ – ungewöhnlich für den geschickten Zweikämpfer.

Nach dem zweiten Wechsel stellte Lieberknecht von einer auf zwei Sturmspitzen um, das 4-2-3-1 wich einem 4-4-2 mit den Stürmern Pierre Merkel und Dennis Kruppke. Doch auch das brachte keine Entlastung. Kamen die Blau-Gelben mal schnell aus der Abwehr heraus und kombinierten sich Richtung Union-Tor, war es oft ein schlampiger Pass oder eine ungenaue Flanke, die die Bemühungen zunichte machten.

Das änderte sich nach der Pause. Angetrieben vom immer stärker werdenden Kapitän Kruppke kamdie Eintracht zu Chancen. Die größte hatte Kruppke selbst, als er allein vor Union-Keeper Jan Glinker auftauchte, der seinen Schuss aber parierte (53.). Zimmermann (69.) legte mit einem satten Volleyschuss nach. Union verließen ein wenig die Kräfte, die Löwen warfen leidenschaftlich alles nach vorn, spielten nur noch aufs Union-Tor – ein Spiegelbild der ersten Halbzeit.

Eintracht drängte, Eintracht drückte, ermöglichte Union dadurch natürlich Konter. Aber Terodde (84.) vergab. Das Happy-End blieb aus. Aber das Fazit ist eindeutig: Was für eine tolle Moral der „Löwen“.

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