Eintracht vor Rotation – drei Spiele in sieben Tagen

Braunschweig  Trainer Torsten Lieberknecht will nur frische Spieler aufstellen und sieht personelle Umstellungen vor.

Warten auf den Auftritt: (von links) Damir Vrancic, Julius Reinhardt, Deniz Dogan, Gianluca Korte und Mirko Boland.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Warten auf den Auftritt: (von links) Damir Vrancic, Julius Reinhardt, Deniz Dogan, Gianluca Korte und Mirko Boland. Foto: Joachim Mottl/regios24

Auf Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig kommen sehr intensive Tage zu. Innerhalb von nur sieben Tagen muss die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht drei Punktspiele bestreiten: An diesem Sonnabend bei Dynamo Dresden, am darauffolgenden Dienstag zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth und drei Tage später bei Union Berlin.

„Im Hinblick auf diese drei schweren Spiele brauchen wir jeden Spieler“, stellt der Eintracht-Trainer fest. Seine Aufgabe sieht der 38 Jahre alte Fußballlehrer auch darin, dafür zu sorgen, dass seine Spieler „frisch ins Spiel gehen“.

Da sei auch die eine oder andere personelle Überraschung für die Fans drin, kündigt Lieberknecht an. „Wir haben die Antennen ausgefahren und werden sehr genau registrieren, ob bei einem Spieler ein Substanzverlust zu registrieren ist“, sagt der Eintracht-Trainer.

Oder, ob ein Spieler situationsbedingt zur ersten Wahl gehört. So kam Pierre Merkel – für viele Beobachter überraschend – gegen Paderborn von Beginn an zum Einsatz. „Für mich war es nicht überraschend. Sein Aufbau verlief peu á peu. Er war dran. Das war sein Verdienst“, sagt Lieberknecht. Gianluca Korte hatte diese Erfahrung in der Hinrunde gegen Karlsruhe und später gegen St. Pauli gemacht, Raffael Korte gegen Ingolstadt.

Die Schwierigkeit für ihn und seine Co-Trainer bestehe darin, den richtigen Zeitpunkt zu finden, einen jungen Spieler zu bringen. „Wir müssen beurteilen, ob er reif ist, reingeschmissen zu werden“, schildert der Chefcoach. Das sei für alle bisweilen ein Geduldsspiel.

Dass sich zum Ende der Saison hin und mit Blick auf die komfortable Tabellensituation bei einigen Spielern schon ein Gefühl von Zufriedenheit eingeschlichen habe, könne er nicht feststellen im täglichen Training. „Alle machen den Eindruck, dass sie noch hungrig sind“, so Lieberknechts Eindrücke.

Bis auf die langzeitverletzten Matthias Henn, Benjamin Kessel und Steffen Bohl sowie den wegen einer Adduktorenzerrung gegen Paderborn ausgewechselten Oliver Petersch stehen Lieberknecht vor der Partie in Dresden alle Spieler zu Verfügung. Dort wird Eintracht gegen den Tabellennachbarn vor vollem Haus antreten. 27 500 Karten waren verkauft.

Gut möglich, dass Marcel Correia nach seiner langen Zwangspause wegen seiner Knieverletzung erstmals nach gut vier Monaten wieder im Kader stehen wird. „Das könnte ein Thema sein“, sagt Lieberknecht.

•Dresden – Eintracht, Sa. 13 Uhr

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