Wie Daniel Davari den Düsseldorfer Elfmeter-Code knackte

Düsseldorf  Eintracht-Schlussmann hatte sich gemeinsam mit Torwart-Trainer Alexander Kunze auf Fortunas Schützen Jens Langeneke vorbereitet.

Braunschweigs Schlussmann Daniel Davari ahnte die richtige Ecke, als Düsseldorfs Jens Langeneke am Samstag zum Elfmeter antrat.

Foto: regios24

Braunschweigs Schlussmann Daniel Davari ahnte die richtige Ecke, als Düsseldorfs Jens Langeneke am Samstag zum Elfmeter antrat. Foto: regios24

Die Mitspieler wussten natürlich, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Der Schlusspfiff von Schiedsrichter Markus Schmidt war noch nicht ganz verhallt, da machte sich Norman Theuerkauf bereits auf den Weg zu Schlussmann Daniel Davari, um diesen innig zu umarmen. Und Innenverteidiger Ermin Bicakcic, der kurz danach dazu stieß, tätschelte dem Eintracht-Keeper liebevoll über den Kopf.

Dieser hatte schließlich maßgeblichen Anteil daran, dass der Aufsteiger aus Niedersachsen den favorisierten Rheinländern einen Punkt abtrotzte. Als Düsseldorfs Jens Langeneke nach 63 Minuten zum Foulelfmeter antrat, tänzelte Davari lange auf der Linie herum, ehe er in die richtige Ecke abtauchte. Und das offenbar nicht ganz zufällig, wie der 24-Jährige anschließend freudestrahlend zu Protokoll gab.

„Ich habe am Vormittag noch mit Alex [Torwarttrainer Kunze; d. Red.] über das Thema Elfmeter gesprochen und mir einen Plan zurecht gelegt“, erzählte Davari. Und Trainer Torsten Lieberknecht ergänzte, dass man im Vorfeld der Partie versucht habe, „einen Code herauszufinden“, wann Langeneke in welche Ecke schieße.

Zum Glück, stellte der Eintracht-Coach fest, habe man bei Fortunas Innenverteidiger „sehr viel Material“ gehabt. Schließlich war Langeneke in dieser Saison schon neun Mal zum Strafstoß angetreten – und hatte alle neun Versuche verwandelt, so auch im Hinspiel gegen Braunschweig. Am Samstag entschied er sich für die gleiche Ecke wie damals, hatte die Rechnung diesmal aber ohne Davari gemacht, der den schwach geschossenen Ball sogar festhalten konnte.

Viel Aufhebens um seine Parade wollte der Eintracht-Schlussmann anschließend aber nicht machen, auch wenn es nach eigener Aussage der erste gehaltene Strafstoß „seit der A-Jugend“ war. „Von einem Torwart erwartet man aber doch, dass er auch mal einen hält.“

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