Verstärkungen nicht nur aus tieferen Ligen

Braunschweig  Der Klassenerhalt ist Eintracht Braunschweig kaum noch streitig zu machen. Die Verantwortlichen planen bereits für die nächste Zweitliga-Saison.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht plant, die Entwicklung seiner Mannschaft weiter voranzutreiben.

Foto: Joachim Mottl/regios24

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht plant, die Entwicklung seiner Mannschaft weiter voranzutreiben. Foto: Joachim Mottl/regios24

Torsten Lieberknecht ist ein ehrgeiziger Trainer. Der 38-Jährige will das Leistungsvermögen des Fußball-Zweitligisten Eintracht kontinuierlich steigern. „Das beinhaltet alles. Das geht über die Ausbildung von Talenten, über die Weiterentwicklung unserer Spieler und über neue Leute“, sagt Lieberknecht, der angesichts von aktuell 37 Punkten und Platz acht in der zweiten Bundesliga schon einmal die Gedanken auf die nächste Saison richtet. „Wir werden bei unseren Analysen rausfiltern, wie wir unsere Qualität steigern können“, erklärt der Coach. Und dabei wird Eintracht nicht mehr wie in den wirtschaftlich angespannten Jahren zuvor nur auf Zugänge aus unteren Ligen schauen.

„Es wird Änderungen geben, das ist schon klar“, sagt der Eintracht-Trainer. 23 Spieler haben bereits über diese Spielzeit hinaus Verträge unterzeichnet. Mit dem 20 Jahre alten Angreifer Jonas Erwig-Drüppel steht ein Neuzugang bereits fest. 27 bis 28 Profis, so Lieberknecht, könne der Kader für das zweite Jahr im Bundesliga-Unterhaus 2. Liga groß sein. Klar ist für Eintrachts Trainer – aus eigener schmerzlicher Erinnerung als Spieler –, dass ein totaler Umbruch unkalkulierbare Risiken birgt. Schritt für Schritt, Position für Position möchte er das Team verbessern. In der Offensive und Defensive.

„Ein Blick auf unser Torverhältnis zeigt zum Beispiel, wo wir uns verbessern müssen“, sagt Lieberknecht. Denn Eintrachts 28 Gegentreffer werden nur vom Führungsquartett unterboten, mit 31 erzielten Toren ist der Aufsteiger aber nur Mittelmaß in der Liga, die Top-Klubs aus Fürth und Frankfurt trafen gar doppelt so oft. „Wir müssen nicht nur hochtaktisch diszipliniert gegen den Ball arbeiten, sondern auch Chancen herausspielen. Dann werden wir Mannschaften wie zuletzt FSV Frankfurt auch bezwingen“, sagt Lieberknecht.

„Die Verantwortlichen wissen, dass wir die Stabilisierung und die Weiterentwicklung vorantreiben müssen. Sie werden uns, wie auch schon in früheren Fällen, helfen, die Qualität auf die eine oder andere Weise zu erhöhen“, stellt Lieberknecht zuversichtlich fest. Klar sei auch, dass dazu nicht allein auf Talente aus unterklassigen Klubs zurückgegriffen werden könne. „Die Ausrichtung ist von der dritten Liga aufwärts“, erläutert der Eintracht-Trainer und nennt eine Voraussetzung für ein Engagement: „Über allem stehen die charakterlichen Eigenschaften.“ Es gilt: Keiner ist größer als das Team.

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