Für Zimmermann ist der Kurzeinsatz in Aue ein Neustart

Braunschweig  Neun Minuten machen Nico Zimmermann Mut. Nachdem der Eintracht-Profi im Zweitligaspiel in Aue eingewechselt wurde, kämpft er nun um einen Stammplatz.

Nico Zimmermann (links) am 5. Spieltag im Zweikampf mit Aues Kevin Schlitte.

Foto: Priebe/regios24

Nico Zimmermann (links) am 5. Spieltag im Zweikampf mit Aues Kevin Schlitte. Foto: Priebe/regios24

Und das, nachdem der Mittelfeldspieler von Eintracht Braunschweig so furios beim Zweitliga-Aufsteiger in die Saison gestartet war. Mit einem wunderschönen Treffer – nominiert für das „Tor des Monats“ in der ARD-Sportschau – und einer Vorlage glückte dem 26-Jährigen, der vom 1. FC Saarbrücken zur Eintracht gewechselt war, ein Traumstart. An den ersten fünf Spieltagen stand er in der Startformation. Der Stammplatz schien gesichert.

„Ich hatte dann einen kleinen Einbruch“, sagt der Offensivmann. Mehrere Wochen kam er über den Status eines Einwechselspielers nicht hinaus. „Das war nicht einfach für mich. Ich war in den Jahren zuvor immer Stammspieler. Die Situation, von der Bank zu kommen, hatte ich nicht gekannt“, erklärt er. „Nico kam als einer der besten Mittelfeldspieler der dritten Liga zu uns. Er musste hier lernen, mit der Konkurrenz umzugehen“, sagt Trainer Torsten Lieberknecht.

„Ein großes Thema bei uns ist die Defensivarbeit. Gut gegen den Ball zu arbeiten, ist sehr wichtig“, beschreibt Lieberknecht einen Teil der Anforderungen an sein Team. Die erfüllte Zimmermann nicht immer so, wie es von ihm erwartet wurde. So kam er bis zur Winterpause nur noch auf neun Teilzeiteinsätze. Doch auch da bewies er seine Qualitäten. Mit sieben Torvorlagen ist Nico Zimmermann Eintrachts bester Vorbereiter.

Ein herber Rückschlag war für den ehemaligen Saarbrücker dann eine Bandscheibenverletzung, die ihn in der Vorbereitung auf die Saisonfortsetzung zur vorzeitigen Abreise aus dem Trainingslager zwang.

„Ich musste nach der Winterpause bei Null anfangen“, betont Zimmermann. In Zusatzeinheiten mit Reha-Trainer Jürgen Rische kämpfte er sich wieder an die Mannschaft heran. „Ich bin endlich schmerzfrei. Ich muss jetzt meinen Rhythmus und wieder zu den Automatismen finden“, nennt er seine nächsten Ziele.

„Er hat alles aufgeholt, was er wegen der Zwangspause hat liegenlassen müssen. Er zeigt sich sehr engagiert und ist zumindest so weit, wieder eine Option zu sein“, schildert Lieberknecht seine Eindrücke. „Wir haben immer gesagt, dass Nico derjenige sein kann, der in der Offensive Akzente setzen kann“, weist Lieberknecht auf die Stärken Zimmermanns hin. „Ich arbeite darauf hin, im Kader für das Spiel beim St. Pauli zu stehen“, stellt Zimmermann fest.

Am Sonntag am Millerntor (13.30 Uhr) dabei zu sein, wäre für ihn eine weitere Belohnung für die Anstrengungen der vergangenen Wochen. Und es wäre für den feinen Techniker zugleich die Fortsetzung seines Weges nach dem Neustart in Aue.

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